Brand in Neuruppin: Polizei fasst mutmaßlichen Brandstifter

In Neuruppin konnte die Polizei einen mutmaßlichen Brandstifter kurz nach seiner Tat fassen. Der Mann hat im Stadtgebiet zwei Feuer gelegt.
Christian Guttmann- In Neuruppin fasste die Polizei einen mutmaßlichen Brandstifter kurz nach der Tat.
- An der Fehrbelliner Straße brannten ein Mülleimer und eine kleine Fläche auf einem Grünstreifen.
- Passanten stoppten die Ausbreitung – die Feuerwehr löschte die Brände zügig ab.
- Zeugen beobachteten den Mann am Mülleimer, die Polizei fand ein Feuerzeug bei ihm.
- Der 39-Jährige kam in eine Einrichtung für geistig beeinträchtigte Personen: Ermittlungen laufen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Mittwochnachmittag (22. April 2026) kam es an der Fehrbelliner Straße in Neuruppin zu zwei kleineren Bränden. Dank des Einsatzes von Passanten und der schnellen Reaktion der Rettungskräfte konnte eine Ausbreitung der Flammen verhindert werden. Die Polizei nahm noch vor Ort einen Tatverdächtigen fest.
Gegen 16 Uhr bemerkten vorbeifahrende Autofahrer zwei voneinander unabhängige Brandstellen entlang der Fehrbelliner Straße. Zum einen stand ein Mülleimer an einer Bushaltestelle in Flammen, zum anderen brannte eine kleine Fläche auf einem Grünstreifen direkt hinter einem Baum.
Die Zeugen wählten nicht nur umgehend den Notruf, sondern schritten auch selbst zur Tat und traten den Entstehungsbrand auf dem Grünstreifen mit den Füßen aus, bevor sich die Flammen weiter ausbreiten konnten. Die kurz darauf eintreffenden Einsatzkräfte der Feuerwehr Neuruppin übernahmen die restlichen Löscharbeiten.
Neuruppiner Feuerwehr löschte Brände zügig ab
Sie löschten den brennenden Mülleimer zügig ab. Um ganz sicherzugehen, dass keine versteckten Glutnester zurückbleiben, wässerten die Feuerwehrleute anschließend auch den Bereich des Flächenbrandes hinter dem Baum noch einmal gründlich.

Die Neuruppiner Feuerwehr konnte die Brände zügig ablöschen.
Christian GuttmannNoch während der Löscharbeiten konnte die Polizei einen schnellen Ermittlungserfolg verbuchen. Mehrere Augenzeugen hatten zuvor beobachtet, wie ein Mann den Mülleimer an der Haltestelle vorsätzlich in Brand setzte. Anhand der Beschreibungen konnten die Beamten den mutmaßlichen Täter unweit des Tatorts stellen.
Wie ein Sprecher der Polizeiinspektion Ostprignitz-Ruppin in Neuruppin mitteilte, fanden die Beamten bei dem Mann ein Feuerzeug. Die Polizei nahm den 39-Jährigen aber nicht zur Vernehmung mit auf die Wache, sondern brachte ihn zurück in eine Einrichtung für geistig beeinträchtigte Personen in Neuruppin.
Der Tatverdächtige leidet laut dem Sprecher unter einer psychischen Erkrankung, Depressionen und einer schizoaffektiven Störung. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Sachbeschädigung durch Inbrandsetzen ermittelt. Inwiefern der Mann überhaupt schuldfähig ist, werden die Ermittlungen ergeben, wie der Sprecher erklärte.
Es besteht zudem die Möglichkeit, dass der 39-Jährige für ähnliche Brände in Neuruppin verantwortlich sein könnte. Der Einsatz wurde gegen 18 Uhr beendet. Der entstandene Sachschaden blieb gering und wird von der Polizei auf rund 100 Euro geschätzt.
