Brand in Rheinsberg: Feuer bei Edeka – so verlief die Silvesternacht in Ostprignitz-Ruppin

Die Feuerwehr in Rheinberg musste in der Silvesternacht ausrücken, um ein Band bei Edeka zu löschen. (Symbolfoto)
Patrik Rachner- In Rheinsberg verursachte eine fehlgeleitete Rakete ein Feuer bei Edeka, Sachschaden: 50.000 Euro.
- Unfall in Kremmen: Ein 21-Jähriger starb durch Böller-Explosion.
- Weitere Brände: Mülltonnen und ein Toilettenhaus in Neustadt/Dosse, Tannenbaum in Neuruppin.
- Wohnung in Alt-Ruppin durch Kerze in Brand geraten, schnell gelöscht, keine Verletzten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Viel los in der Silvesternacht im Landkreis Ostprignitz-Ruppin – die Polizei in Neuruppin registrierte nach eigenen Angaben bis zum frühen Neujahrsmorgen mindestens zehn Vorfälle im Zusammenhang mit dem unsachgemäßen Umgang mit Pyrotechnik. Besonders folgenschwer war Ereignis in Rheinsberg.
Kurz nach dem Jahreswechsel brach auf dem Gelände der Edeka-Filiale in der Paulshorster Straße in Rheinsberg ein Feuer aus. Der Unterstand für die Einkaufswagen stand plötzlich in Flammen. „Das Feuer wurde gelöscht, der Unterstand jedoch schwer beschädigt“, teilte Matthias Ludolff, Wachdienstführer in der Polizeiinspektion Ostprignitz-Ruppin in Neuruppin, am Mittwoch mit.
Brand bei Edeka: Jugendliche in der Nähe geraten in Verdacht
Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde der Brand durch eine fehlgeleitete Silvesterrakete verursacht. Die Polizei vermutet, dass die Rakete von Jugendlichen, die sich in der Nähe aufgehalten haben, abgefeuert wurde. Die Personalien der Gruppe wurden aufgenommen.
„Wer genau die Silvesterrakete gezündet hatte, konnte noch nicht ermittelt werden“, informierte der Polizeisprecher weiter.
Der Sachschaden beträgt zirka 50.000 Euro. Ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung wurde eingeleitet. Verletzt wurde in Rheinsberg niemand.
Ähnlicher Vorfall vor zwei Jahren in Bergfelde
Der Vorfall erinnert fatal an einen verheerenden Brand Ende 2022 in Oberhavel. In Bergfelde, einem Ortsteil von Hohen Neuendorf, geriet ebenfalls der Unterstand einer Norma-Filiale in Brand. Das Feuer konnte nicht mehr rechtzeitig gelöscht werden. Nahezu das komplette Gebäude wurde damals zerstört. Menschen wurden nicht verletzt. Inzwischen ist die Filiale wieder in Betrieb.
In Verdacht gerieten auch hier mehrere Jugendliche, die mit Pyrotechnik auf dem Gelände hantiert haben sollen. Es wurde wegen schwerer Brandstiftung ermittelt. Das Verfahren gegen vier Jugendliche, die sich der Polizei in Begleitung der Eltern gestellt hatten, wurde zehn Monate später aber eingestellt. Es gab keinen hinreichenden Tatverdacht.
Tödlicher Böller-Unfall an Silvester in Kremmen
Folgenschwer war in der jüngsten Silvesternacht ein Unfall in Kremmen (Oberhavel). Dort starb kurz nach Mitternacht ein 21-jähriger Mann durch die Explosion eines Böllers. Der Mann aus Oberhavel erlitt tödliche Verletzungen.
Im OPR-Kreis gab es in der Silvesternacht von Polizei und Feuerwehr weitere Einsätze, die Schäden verursachten. Beispielsweise geriet gegen 23.45 Uhr in der Fehrbelliner Straße in Neuruppin ein Tannenbaum in Brand. In drei Fällen brannten Mülltonnen (1.30 Uhr in der Pritzwalker Straße in Wittstock/Dosse, 1.50 Uhr am Griebener Weg in Rüthnick und gegen 3 Uhr in der Feldmannstraße in Neuruppin).
Feuer im Toilettenhaus am Bahnhof in Neustadt/Dosse
Auf dem Bahnhof in Neustadt/Dosse brannte am Neujahrsmorgen gegen 5.30 Uhr ein Toilettenhäuschen vollständig nieder. Durch das Feuer wurde auch die Scheibe eines angrenzenden Fahrstuhlschachtes beschädigt. Es entstand Sachschaden in Höhe von zirka 3000 Euro. Tatverdächtige konnten vor Ort nicht festgestellt werden. Die Kriminalpolizei übernimmt ach hier die weiteren Ermittlungen.
Kerze setzt Wohnung in Alt-Ruppin in Brand
Gegen 1 Uhr kam es am Neujahrstag in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Anna-Petrat-Straße in Alt Ruppin zudem zu einem Brand. Dieser wurde laut Polizei vermutlich durch eine nicht gelöschte Kerze verursacht. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen. Personen wurden nicht verletzt. Die Wohnung ist weiterhin bewohnbar. Die Feuerwehr war mit 27 Einsatzkräften vor Ort.

