In Brandenburg ist es erneut zu einem Waldbrand gekommen. Betroffen war diesmal Rheinsberg im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, wo neben dem Landkreis Prignitz die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5 gilt. Bei dem Feuer im Ortsteil Schwanow kam es am Donnerstag zu starker Rauchentwicklung. Nach ersten Angaben der Feuerwehr standen etwa fünf Hektar Wald in Flammen. Die Polizei sprach von zwei bis drei Hektar. Ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera habe das Gelände überflogen, sagte ein Sprecher im Lagezentrum in Potsdam.
Die Regionalleitstelle der Feuerwehr gab eine Gefahrenmeldung heraus. Sie rief Anwohner in Rheinsberg sowie im südlich davon liegenden Neuruppin auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten. Feuerwehren des gesamten Landkreises seien im Einsatz, sagte ein Sprecher.

Potsdam/Treuenbrietzen/Beelitz

Diese Bewohner mussten in Rheinsberg ihre Häuser verlassen

Neben Feuerwehrleuten sind auch Polizisten und Mitarbeiter des Ordnungsamtes vor Ort, hieß es von der Polizei. Einige Bewohner müssten vorsorglich ihre Häuser verlassen. Es handele sich um Gebäude, die sich in unmittelbarer Nähe des Brandes befänden. Die Polizei ging zunächst nicht davon aus, dass die Flammen auf die Häuser übergreifen könnten.

So ist die aktuelle Lage - Feuer unter Kontrolle?

Annett Engelmann, von der Oberförsterei Neuruppin, erklärte auf MOZ-Nachfrage, dass das Feuer mittlerweile unter Kontrolle sei, allerdings die Einsatzkräfte weiter vor Ort bleiben müssten. Grund dafür sei, dass man wegen der Gefahr durch Glutnester noch aufpassen müsse.
Rheinsberg mit knapp 8000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt im Rheinsberger Seengebiet im Norden Brandenburgs und ist eine beliebte Feriengegend.
Am vergangenen Wochenende hatten zwei Waldbrände in Treuenbrietzen und Beelitz (Kreis Potsdam-Mittelmark) südlich von Berlin für große Gefahr gesorgt. Hunderte Feuerwehrleute, unterstützt von Soldaten der Bundeswehr, waren im Einsatz.