Brandschutz
: Viele Osterfeuer wegen Waldbrandgefahr verboten

Aufgrund der Trockenheit werden viele Osterfeuer in der Region ausfallen. Fehrbellin und Rheinsberg haben erste Verbote erlassen.
Von
Brian Kehnscherper
Ostprignitz-Ruppin
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Vom Verbot betroffen: Das Osterfeuer in Protzen.

Inez Bandoly

Das Fehrbelliner Ordnungsamt hat am Dienstag alle Osterfeuer in seinem Zuständigkeitsbereich untersagt. „Ich habe das Wetter beobachtet. Und es sieht nicht nach Regen aus“, so Ordnungsamtsleiter Peter Wolski. Um die Allgemeinheit nicht zu gefährden und um den Veranstaltern die Chance zu geben, noch umzuplanen, ist das Verbot erlassen worden. „Man kann sich ja auch ohne Feuer treffen oder das Feuer nachholen“, meint Wolski. So handhabt es auch die Stadt Fehrbellin, in der alles wie geplant stattfindet — bis auf das Feuer.

Im Amt Temnitz wird laut Amtsbrandmeister Sebastian Giesert heute darüber entschieden, wie mit dem Problem umgegangen wird: „Bleibt es bei der Warnstufe IV, wird es auch bei uns ein Verbot geben. Die Gefahr für  Wald– oder Flächenbrände ist groß — zumal wir noch böigen Wind haben.“ Die Osterfeuer im Amt Lindow werden laut Amtsdirektor Danilo Lieske stattfinden. In Herzberg und Schönberg befinden sich die Feuerstellen so weit in den Orten, dass ein Übergreifen auf die Wälder nicht zu befürchten sei. In Rüthnick, wo der Wald näher ist, müsse das Feuer eventuell etwas kleiner gehalten werden.

Das Rheinsberger Ordnungsamt hat bei der Genehmigung der Feuer bereits die Auflage erteilt, dass sie ab der Warnstufe IV ebenfalls verboten sind. Derzeit wird mit der Forst geklärt, ob Ausnahmen möglich sind, wenn die Feuerwehr die Löschbereitschaft stellt.

Ähnliches gilt auch in Neuruppin. Osterfeuer sind nur zulässig, so lange nicht Warnstufe IV oder V gelten. „Angesichts der derzeit vorherrschenden Waldbrandgefahrenstufe IV und der Wetterprognose, sieht es leider tatsächlich so aus, als müssten die Osterfeuer ausfallen. Entscheidend ist aber die Waldbrandgefahrenstufe am Tag des Osterfeuers“, so Rathaus–Sprecherin Michaela Ott.