„Die Zahl der Covid-19-Neuerkrankungen ist fünf Tage nach Heiligabend im Landkreis Ostprignitz-Ruppin wieder deutlich gestiegen“, berichtet Landkreis-Sprecher Alexander von Uleniecki. So musste das Gesundheitsamt am Dienstag 69 neue Corona-Fälle vermelden. „Bei den Neuinfektionen sind erneut die Ruppiner Kliniken betroffen, aber auch Pflege- und Betreuungsdienste in Lindow und Neuruppin“, so von Uleniecki.
„Außerdem sind leider wieder zwei Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben, die zuletzt im Krankenhaus behandelt wurden“, berichtet der Pressesprecher. Dabei handelt es sich um eine ältere Frau aus Neuruppin sowie eine Person, die nicht aus Ostprignitz-Ruppin kommt. „Damit ist die Zahl der Todesfälle auf neun gestiegen“, erklärt Alexander von Uleniecki. „Personen, die nicht ihren Wohnsitz im Landkreis haben, werden aber nicht in der Coronastatistik für Ostprignitz-Ruppin berücksichtigt.“

106 Covid-19-Patienten aus OPR werden in Krankenhäusern behandelt

Ebenfalls weiter auf hohem Niveau bleibt die Zahl der Corona-Infizierten, die in Kliniken behandelt werden müssen: So waren am Dienstag 106 Menschen in stationärer Behandlung. „Davon befinden sich 80 auf einer Normalstation. 26 Patientinnen und Patienten müssen auf der Intensivstation behandelt werden, von denen acht auch beatmet werden“, so der Landkreis-Sprecher.
Erhöht hat sich zudem aber auch die Zahl der Menschen, die ihre Covid-19-Erkrankung überwunden haben. „28 weitere Personen aus dem Landkreis gelten inzwischen als genesen“; so Alexander von Uleniecki. Damit erhöht sich deren Zahl auf jetzt 737.

613 aktive Corona-Fälle in Ostprignitz-Ruppin

Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie im Frühjahr in Ostprignitz-Ruppin nachweislich 1359 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. „Damit gibt es im Augenblick 613 aktive Covid-19-Fälle im Landkreis“, so von Ulenicki. Mit 265 leben davon die meisten in Neuruppin. In Rheinsberg gibt es aktuell 68 aktive Corona-Fälle, in Lindow 53, in Fehrbellin 51 und in Wittstock 50. In Wusterhausen sind derzeit 40 aktive Corona-Infektionen gemeldet, in Neustadt 33, in Kyritz 27, im Amt Temnitz 18 und in Heiligengrabe acht.
Angesichts der anhaltend hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen sagt Waltraud Kuhne, Dezernentin für Gesundheit und Soziales: „Die Corona-Lage hat sich nach Weihnachten weiter zugespitzt, wie die neuen Zahlen belegen.“ Umso mehr gelte es nun für jeden Einzelnen, die Schutzmaßnahmen gerade mit Blick auf Silvester mit größter Disziplin und Ernsthaftigkeit einzuhalten. Waltraud Kuhne appelliert dazu, Kontakte auf ein Minimum reduzieren, Abstand zu halten und wo es nur geht in Alltagssituationen den Mund-Nasen-Schutz tragen sowie die Hygieneregeln zu beachten. Außerdem bittet Kuhne darum, in dieser Situation auf Raketen und Böller zu verzichten. „Wir können unseren Kliniken und Rettungsstellen in dieser Situation nicht noch zusätzliche Verletzte und Einsätze zumuten."
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