Die Pläne für Kulturveranstaltungen in der Krangener Kirche waren groß, die Ernüchterung beim Förderverein ist umso deutlicher: Die Mitglieder sagen den beliebten Weihnachtsmarkt für dieses Jahr ab. Gleiches gilt für das traditionelle Silvesterkonzert.

Veranstaltungskalender war gut gefüllt

Am 21. März sollte die Veranstaltungssaison in der Krangener Kirche eigentlich starten: Henri Stabel und seine Musik sollten den Auftakt geben. Das Konzert der Gruppe Favni war für den 20. Juni geplant. Auch ein Kinosommer mit vier ausgesuchten Filmen und ein Literaturcafé mit Peggy Langhans und ihrer Novelle „Der gefundene Garten“ standen fest im Terminkalender. Doch all das konnte wegen der Regeln zur Einschränkung des Coronavirus nicht stattfinden.

Hoffnung des Vereins lag auf Erholung im Winter

Die Hoffnung lag im Winter und in einer Erholung der Situation – vergebens, wie nun feststeht. „Inzwischen gab es beim Verein immer wieder interessierte Anfragen, ob es denn den traditionellen Weihnachtsmarkt im historischen Gewand oder das beliebte Silvesterkonzert geben werde“, heißt es aus dem Verein. Auf einer Mitgliederversammlung im Oktober sei das Für und Wider abgewogen worden. Das Festhalten an den Veranstaltungen und die Absage seien diskutiert worden. „Schließlich kamen wir zu der frustrierenden Einsicht, dass es uns unter den derzeitigen Bedingungen nicht möglich ist, unsere Veranstaltungen in gewohnter Qualität durchzuführen.“

Stände in der Kirche wären nicht erlaubt

Ein Punkt ist, dass – selbst wenn der Lockdown bis dahin wieder beendet wird – das Hygienekonzept der Gesamtkirchengemeinde Ruppin und die Corona-Regeln umgesetzt werden müssten. „Das heißt, wir müssten auf die Weihnachtsmarkt-Stände innerhalb der Kirche verzichten. Damit würde unser Markt seinen bekannten Charakter verlieren.“ Auch das Silvesterkonzert „Bis fünf vor zwölf“ könnte nur mit begrenzter Teilnehmerzahl und unter strengen Auflagen stattfinden.
Im Januar wollen sich die Mitglieder des Fördervereins erneut zusammensetzen, um über das Programm 2021 zu beraten. „Wir hoffen sehr, dass bis dahin wieder Normalität auch in das kulturelle Leben eingezogen sein wird.“ Sollten die Umstände das aber nicht zulassen, werde der Verein neue Wege finden müssen, die Kirche wieder mit Leben zu füllen und den Besuchern ein Programm zu bieten.
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