Die Demonstration der Bewegung „Fridays for Future“ startete um 12 Uhr an der Fontaneschule. Von dort ging es durch die Innenstadt zum Schulplatz, wo für die zentrale Kundgebung eine Bühne aufgestellt worden ist. „Wir sind hier, wir sind laut – weil ihr uns die Zukunft klaut“, skandierten die Teilnehmer.

Teilnehmer halten sich an Hygieneregeln

Mitorganisatorin Emma Kiehm war mit der Teilnehmerzahl zufrieden, obwohl vor einem Jahr noch doppelt so viele Menschen am Klimastreik teilgenommen hatten. „Dafür, dass wir die Demonstration während einer Pandemie abhalten, sind wir absolut zufrieden“, so die 15-Jährige. Alle Teilnehmer trugen Gesichtsmasken. Auch an die Abstände wurde sich weitestgehend gehalten.

Medizinstudenten warnen vor gesundheitlichen Folgen des Klimawandels

An der zentralen Kundgebung beteiligten sich auch Studenten der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB), die sich dem Aktionsforum „Health for Future“ angeschlossen haben. Als Rednerin wies Marie-Luise Flohr auf die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels hin. „Wir müssen deutlich machen, dass es sich auch um einen medizinischen Notfall handelt“, so Flohr.

Petition zur Verkehrswende

Carl Fellenberg von der Volksinitiative „Verkehrswende Brandenburg“ warb für eine Petition für klimaneutralen Verkehr im Land. Die Initiatoren haben bis zum 31. Oktober Zeit, die benötigten 20.000 Unterschriften im Landtag einzureichen.  Laut Fellenberg hat die CO2-Emmission in Brandenburg seit 1990 um 60 Prozent zugenommen.

Mehr Leitungswasser trinken

In einem weiteren Redebeitrag wurde dafür geworben, mehr Leitungswasser zu trinken. Würde bundesweit auf den Kauf von Wasser in Flaschen verzichtet werden, könnten auf diese Weise jährlich neun Milliarden Plastikflaschen eingespart werden.
Die Teilnehmer fühlten sich am Rand der Demonstration gestört vom AfD-Bürgermeister-Kandidaten Klaus Baumdick. Baumdick machte Fotos von der Veranstaltung für seine Homepage und diskutierte mit dem Organisator Corvin Drößler. Abgesehen davon verlief die Demonstration ungestört.