Denkmal: Rettung des Amtshauses rückt näher

Rettung naht: Seit 1989 ist das Amtshaus in Flecken Zechlin weitestgehend sich selbst überlassen. Doch nun möchte ein Käufer es wieder in Schuss bringen.
Holger RudolphUm wen es sich bei dem Investor handelt, kann Schwochow aus vertragsrechtlichen Gründen nicht sagen. Der Käufer selbst wolle erst an die Öffentlichkeit treten, wenn die Sanierung des Gebäudes tatsächlich beginnt. Schwochow denkt, dass dies innerhalb der nächsten fünf Jahre geschieht. „Wir wollen keine Investruine und haben eine konkrete Zeitschiene vereinbart“, sagte der Verwaltungschef. Demnach könne die Bauplanung bereits in diesem Jahr begonnen werden. Änderungen des Flächennutzungsplanes seien für das Vorhaben nicht nötig. Das Amtshaus ist ein bedeutendes Denkmal. Es steht auf dem Gelände, auf dem sich die mittelalterliche Burg befand. Im 16. Jahrhundert wurde die Anlage zu einem Schloss erweitert, das im Laufe der Zeit baufällig und schließlich 1721 durch einen Brand verwüstet wurde. 1722 wurde das Amtshaus an dessen stelle errichtet. Ab 1862 wurde das Gebäude für Kirch– und Schulzwecke genutzt. 1870 zog das Pfarramt dort ein. Ab 1966 wurde das Amtshaus ausschließlich als Schule genutzt. Nach dem Bau der neuen Schule im Jahr 1985 diente es als Ferienheim des DDR–Justizministeriums. Seit 1989 steht es leer und verfällt.
Auch wegen der historischen Bedeutung des Objekts hat die Verwaltung viel daran gesetzt, einen neuen Nutzer zu finden. Laut Schwochow wurden im gesamten vergangenen Jahr Gespräche geführt, um einen Eigentümer zu finden. Deshalb ist Schwochow froh, nun einen Erfolg vermelden zu können. Die Stadtverordneten befassen sich am Montag, 25. März, im nichtöffentlichen Teil der Sitzung mit dem Thema.(bk)