Denkmalschutz
: 5,62 Millionen Euro in Lindows Innenstadt verbaut

Die geförderte Sanierung des Zentrums der Drei-Seen-Stadt ist abgeschlossen.
Von
Holger Rudolph
Lindow
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Zu DDR-Zeiten standen Plattenbauten am Stadtrand im Vordergrund, nach der Wende wurde auch wieder in die Sanierung der Lindower Innenstadt investiert (Archivbild).

Christian Schönberg

Schon Ende April hatte das Landesamt für Bauen und Verkehr der Drei-Seen-Stadt bescheinigt, dass die Sanierungsmaßnahme Zentrum Lindow abgeschlossen ist. Für alle Hauseigentümer im betroffenen Gebiet bestehe somit auch keine Möglichkeit mehr, Fördermittel aus den entsprechenden Töpfen zu beantragen, erläuterte Lieske.

Denkmalschutz greift weiter

Die Hausbesitzer brauchen sich nun auch nicht mehr an die sanierungsrechtlichen Sonderbestimmungen wie spezielle Baugenehmigungen oder Kaufpreis-Richtlinien zu halten. Die bislang vorhandenen Sanierungsvermerke in den Grundbüchern sollen gelöscht werden. Der Denkmalschutz greife jedoch auch weiterhin bei Einzeldenkmalen wie dem Bürgerhaus Alte Schule, stellte Lieske fest. Zu den herausragenden Objekten, die von Fördermitteln profitieren konnten, gehören laut Lieske die stadtbildprägenden Häuser in der Straße des Friedens 7, 11, 18, 22, 24 sowie 33, die Kirche und das Bürgerhaus. Außerdem seien Fenster, Türen und Dächer vieler Gebäude erneuert worden. In den letzten Jahren habe man sich dann an die Sanierung der Straßen und Plätze gemacht sowie  Teile der Beleuchtung in der Innenstadt erneuert.

Lieske wollte auf Nachfrage mehrerer Abgeordneter nicht ausschließen, dass zu einem deutlich späteren Zeitpunkt nochmals ein Sanierungsprogramm durch Land oder Bund aufgelegt werden könnte. Für den Zeitraum der bevorstehenden 20 Jahre werde es aber nach seiner Ansicht nicht dazu kommen. Für gelungene Innenstadt-Sanierung stehen im Kreis Ostprignitz-Ruppin auch Rheinsberg, Neuruppin, Wittstock, Wusterhausen und Kyritz.

Anders als vor drei Jahrzehnten sehen nun allerdings viele Kommunen in Westdeutschlands deutlichen Sanierungsbedarf in ihren Innenstädten und machen verstärkt öffentlich darauf aufmerksam. Jetzt sei laut Lieske der Westen an der Reihe.