Deutschlandstudie: Ostprignitz-Ruppin schneidet bei Senioren-Studie mies ab

Seniorentanz im Rahmen der Seniorenwoche beim DRK Neuruppin.
Eckhard Handke„Zum ersten Mal wurden die äußeren Lebensumstände für Senioren in allen Regionen in Deutschland so umfänglich gemessen“, erklärt Christian Böllhoff, Studienleiter der Prognos AG. 20 Kriterien, jeweils fünf in den vier Kategorien „Gesundheit und Pflege“, „Sicherheit und Infrastruktur“, „Wirtschaft und Demografie“ sowie „Wohnen und Freizeit“, wurden ein Jahr lang untersucht. Grundlage waren nur rein statistische Daten und keine Befragungen der Senioren selbst. Maximal 200 Punkte konnten dabei erreicht werden. Ostprignitz-Ruppin landete mit 83,7 Zählern deutlich hinter dem Sieger, der 141,5 Punkte verbuchen konnte, und blieb auch unter dem Landes- (106,4 Punkte) und dem Bundesschnitt (112,7 Punkte).
Besonders schlecht schnitt Ostprignitz-Ruppin bei der Erreichbarkeit von Ärzten, Krankenhäusern, Apotheken und Supermärkten ab. Punkten konnte der Landkreis hingegen bei den Erholungs- und Freizeitflächen und den Wohnkosten. So müssen Senioren hier nur 25 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für eine Wohnung aufbringen, während in München 65 Prozent fällig werden. Gründe, weshalb die Region auch für Senioren als neuer Wohnort attraktiv ist. So kann sich der Landkreis über eine Nettozuwanderung von 21 je 10 000 Senioren freuen. Diese Wahrnehmung bestätigt auch die Kreisseniorenbeauftragte Sigrid Schumacher. „Die Studie gibt ein falsches Bild. Natürlich gibt es im ländlichen Raum Defizite, aber die Senioren fühlen sich hier ganz wohl.“