Energiepark bei Neuruppin
: Das steckt hinter dem neuen Großprojekt in Kränzlin

In Kränzlin bei Neuruppin soll einer der größten Batteriespeicher Deutschlands entstehen. Das Projekt auf 1,5 Hektar soll grünen Überschussstrom speichern und Netzengpässe vermeiden.
Von
Burkhard Keeve
Neuruppin
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Batteriespeicher

Derartige containergroße Batteriespeicher (Beispielfoto) sollen auch bei Neuruppin errichtet werden. Schon 2027 soll damit grüner Strom aus Solar- und Windanlagen gespeichert werden. In OPR entsteht damit eines der größten Speicherparks in Deutschland.

Patrick Pleul/dpa
  • In Kränzlin bei Neuruppin entsteht bis 2027 einer der größten Batteriespeicher Deutschlands.
  • Auf 1,5 Hektar werden über 60 Batteriespeicher mit 60 MW Leistung und 480 MWh Kapazität gebaut.
  • Ziel: Speicherung von überschüssigem Wind- und Solarstrom, um Netzengpässe zu vermeiden.
  • Die Anlage kann jährlich bis zu 96 GWh erneuerbare Energie speichern – CO₂-Ersparnis für 30.000 Haushalte.
  • Standort ist weit von Wohngebieten entfernt, Lärm- und Sichtschutzmaßnahmen werden umgesetzt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Schön sieht anders aus: Bei Neuruppin soll einer der größten Batteriespeicher Deutschlands – und der größte im Edis-Netzgebiet – entstehen. So weit sind die Pläne.

Im Jahr 2026 soll in Kränzlin (Gemeinde Märkisch Linden) im Landkreis Ostprignitz-Ruppin ein Batteriespeicherwerk entstehen, um Stromnetz-Engpässe zu vermeiden. In Kränzlin soll auf 1,5 Hektar überschüssiger grüner Strom aus Wind- und Solaranlagen gespeichert werden, den das Netz nicht aufnehmen kann.

Auf der grünen Wiese werden dafür mehr als 60 containergroße Batteriespeicher inklusive zweier eigener Umspannwerke auf rund 1,5 Hektar in die Landschaft gestellt. Der Betreiber, die re.venture GmbH mit Sitz in Berlin, nennt es Batteriepark.

Inbetriebnahme des Batterieparks in Kränzlin 2027

Laut Betreiber sei die Baugenehmigung für das Projekt im Netzgebiet der Edis am 3. September erteilt worden. Die Inbetriebnahme ist demnach 2027 geplant. Baubeginn ist im vierten Quartal 2026 vorgesehen.

Die Anlage auf einer Fläche von 1,5 Hektar habe eine Leistung von 60 Megawatt mit einer Speicherkapazität von bis zu 480 Megawattstunden. Laut Betreiber werde die regionale Energieversorgung durch den Batteriepark gestärkt und die Netzkosten gesenkt.

Das Unternehmen gibt an, dass durch die Nutzung von überschüssigem Wind- und Solarstrom jedes Jahr große Mengen CO₂ vermieden würden – das dem Jahresverbrauch von rund 30.000 Haushalten entspreche.

Batteriespeicher speichern Energie, wenn im Netz überschüssiger Strom zur Verfügung steht. Sie stellen diesen wieder zur Verfügung, wenn er gebraucht wird. Im Ruhrgebiet etwa planen mehrere Energieunternehmen in den kommenden Jahren einen Batteriepark mit einer Speicherkapazität von 1.800 Megawattstunden (MWh), wie sie im Juni angekündigt hatten.

Re.venture in Berlin teilte mit, der Batteriepark bei Neuruppin entstehe in einer Region, die aufgrund des hohen Aufkommens an erneuerbarer Energie anfällig für Netzengpässe sei. Unternehmens-Geschäftsführer Jens Kompauer sagte: „In Brandenburg müssen jedes Jahr erhebliche Mengen an erneuerbarem Strom abgeregelt werden, da das Netz die erzeugte Energie nicht aufnehmen kann.“ Die Anlage in Kränzlin werde in der Lage sein, jährlich bis zu 96 Gigawattstunden an erneuerbarer Energie zu speichern, die andernfalls verloren ginge.

Der Betreiber verspricht, dass alle gesetzlichen Grenzwerte, was Lärm angeht, eingehalten werden. „Zudem liegt der Standort weit entfernt von Wohnhäusern, sodass keine spürbare Belastung zu erwarten ist“, heißt es. Sichtschutz werde es auch geben, die Fläche werde mit einer dichten Hecke umgeben.