Die Konkurrenz kann sich auch sehen lassen: Im Finale befindet sich neben dem Bus das Projekt Elevate. Dessen Ziel ist der Aufbau eines Informationsservice, der in Echtzeit aufzeigt, welche Aufzüge im Personennah- und fernverkehr überhaupt in Betrieb sind. Diese Infos sind für Menschen wichtig, die kaum oder nicht mehr mobil und stets auf funktionierende Fahrstühle angewiesen sind.
Zweiter Mitbewerber um den Preis ist die Hochschule für Technik und Wirtschaft aus Karlsruhe mit ihrem Reallabor GO. Mit einem öffentlichen Experiment sollen Fußgänger unterstützt und die Stadtentwicklung nachhaltig gestaltet werden. Fußgänger können digital Verkehrssituationen an verschiedenen Orten bewerten. Diese Infos werden zur Analyse und Lösung des Problems herangezogen.
In Wusterhausen wird seit Juli der autonom fahrende und elektrisch betriebene Bus getestet. Aufgrund sinkender Fahrgastzahlen und fehlender ausgebildeter Busfahrer wird es immer schwerer, das Mobilitätsangebot auf dem Land aufrechtzuerhalten. Mit dem Test in Wusterhausen soll untersucht werden, ob solche Busse eine Alternative sein können. "Das innovative und zukunftsweisende Projekt ,AutoNV_OPR’ setzt bedarfsorientiert genau dort an, wo eine Verbesserung der Infrastruktur am nötigsten ist – im strukturschwachen, ländlichen Raum. Eine transparente, partizipative Vorgehensweise, bei der die Zielgruppe von Anfang an intensiv in die Planung und Umsetzung einbezogen wird, sorgt für eine hohe Nutzerakzeptanz", meint die Jury.
Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich an der Abstimmung unter www.nachhaltigkeitspreis.de/wettbewerbe/forschung/ beteiligen. Die Preisverleihung findet am 22. November statt.