Forstwirtschaft: Waldarbeitsschule in Kunsterspring wächst in den Himmel

Der Erweiterungsbau der Waldarbeitsschule.
Ulrike GawandeIm Sommer 2017 lag der erste Entwurf für einen Erweiterungsbau auf dem Tisch, berichtet Michael Schade, Pressesprecher beim Landesbetrieb Forst Brandenburg. Ursprünglich sollte jedoch ein zusätzliches Gebäude hinter dem sogenannten Schilfhaus errichtet werden, um der zunehmenden Nachfrage nach Übernachtungsplätzen für angehende Forstwirte, aber auch für Fortbildungsteilnehmer von nah und fern nachzukommen. Doch dieser Traum sei durch die Lage des Gebäudes im Außenbereich geplatzt, so Schade. Bei einer Begehung des Geländes auf der Suche nach Alternativen geriet dann das 1974 errichtet Haus in den Blick, in dem sich Küche und Speisesaal befinden. „Es wurde die Möglichkeit geprüft, dieses Gebäude aufzustocken. Und siehe, die Idee war umsetzbar“, so der Pressesprecher.
Auf das Küchenhaus wird nun ein zusätzliches Stockwerk aufgesetzt, in dem sich dann 14 Einzelzimmer, ein Büro und ein weiterer Seminarraum befinden sollen. Im Sommer 2018 stimmte das zuständige Landesministerium der weiteren Entwicklung der Waldarbeitsschule in Kunsterspring zu und gab die Finanzierung des Baus frei. Besonders stolz ist Ralf Gruner, Leiter der Waldarbeitsschule, dass das neue Stockwerk komplett aus Holz errichtet wird. „Wir sind eine Waldarbeitsschule — es ist schön zu zeigen, was mit Holz alles möglich ist.“ Lediglich die Verstärkung des Fundamentes, der Ringanker für das obere Stockwerk und das neue Treppenhaus sind nicht aus Holz. Ansonsten werden Massiv– und Rundholz, Grobspanplatten sowie Holzwolle als Dämmung verbaut. Schulleiter Gruner hofft, dass bereits Ende 2020 – dann in großer Runde – Einweihung gefeiert werden kann.