Das Neuruppiner Bollwerk war in den vergangenen Tagen und Wochen der Treffpunkt in der Stadt – unter freiem Himmel, direkt am Ruppiner See. Vor allem an den Wochenenden war dort trotz aller Corona-Regeln einiges los. Das hat Folgen, und die konnte auch jeder sehen, der morgens dort unterwegs war: jede Menge Müll.
Dem Abgeordneten Christian Juhre (Pro Ruppin) ist der Zustand am Bollwerk ein Dorn im Auge. Er meldete sich mit dem Thema bei der jüngsten Sitzung des Neuruppiner Sozialausschusses zu Wort. „Ziemlich stark vermüllt“ sei das Bollwerk mitunter, weil abends dort gefeiert werde, so Juhre. „Ich weiß, dass da Maßnahmen ergriffen werden und dass der Stadtservice da viel wegräumt und täglich unterwegs ist.“ Doch die öffentliche Wahrnehmung dafür gebe es noch nicht: Etliche Neuruppiner würden sich über den Müll beschweren.

Neuruppiner Bollwerk als Schwerpunkt

Laut Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) wird sich die Verwaltung dieses Themas noch einmal annehmen. „Es handelt sich da natürlich um einen Schwerpunkt“, sagte der Bürgermeister. Der Stadtservice der Stadtwerke habe mittlerweile schon seinen Reinigungszyklus dahingehend geändert, dass die Mitarbeiter morgens um 8 Uhr am Bollwerk unterwegs sind, auch am Wochenende. „Aber es sind wirklich teilweise unhaltbare Zustände, die da unten sind“, so Golde. Die Anzahl des Stadtservice-Personals für diesen Bereich sei auch bereits aufgestockt worden, weil so viel Müll dort anfällt.
Mit der Kapazität oder Anzahl der Mülleimer vor Ort habe das Ganze nichts zu tun, ist Golde überzeugt. „Das ist einfach eine Undiszipliniertheit.“ Ordnungsamt und Polizei seien dort auch unterwegs. An der Situation ändert das aber nichts.