Noch sind die Nachwehen vom umkämpften Liga-Krimi der beiden Schwergewichte in der Fußball-Brandenburgliga beim MSV Neuruppin spürbar.
Das Team von Trainer Henry Bloch hat das 2:2 beim 1. FC Frankfurt (Oder) vor zwei Wochen teuer bezahlt. „Dementsprechend waren wir im nachfolgenden Pokalspiel in Glienicke dazu gezwungen, die Startelf kräftig umzukrempeln“, blickt der Coach zurück. Beim 3:0-Erfolg gab unter anderem Torwart-Talent Hannes Pöhl sein Pflichtspieldebüt. Stammkeeper Sabri Vaizov war mit einer Muskelverletzung ausgefallen. Ebenso mussten Verteidiger Robin Hink und auch Kapitän Marcus Lemke verletzungsbedingt passen. Florian Matthäs kam nur von der Bank. Wie steht es um die Man-Power beim noch ungeschlagenenen Tabellenzweiten vor dem Heimspiel gegen den Werderaner FC Viktoria am Sonnabend?

Große Sorgen um den Kapitän

„Die Nachwehen sind leider immer noch spürbar“, betont ein durchaus besorgter MSV-Trainer. Kapitän Lemke könne definitiv nicht spielen. „Er wird vom Arzt noch einmal eingehend untersucht.“ Henry Bloch befürchtet eine erneut längere Ausfallzeit seiner Top-Kraft. Bei Robin Hink, der zuletzt als rechtes Glied der defensiven Dreierkette eine sichere Bank war, besteht zumindest eine kleine Hoffnung auf einen Einsatz. Bloch setzt diesbezüglich das oft angeführte Fragezeichen. Dass Torwart Vaizov zwischen die Pfosten zurückkehrt, ist wahrscheinlich. Aber auch bei dieser Personalie lässt sich der MSV-Trainer nicht in die Karten gucken.

Offenes Visier im Duell MSV gegen Werder

„Wir wollen uns jetzt so richtig festbeißen da oben in der Tabelle. Da wäre ein Heimsieg wichtig.“ Um dann in den beiden folgenden Partien in Lübben und daheim gegen Wernsdorf nachzulegen. „Unabhängig vom zur Verfügung stehenden Personal ist das unser Anspruch“, betont Bloch. Gegen Werder (Tabellen-8.) erwartet er ein Spiel mit beiderseits offenem Visier. Bloch: „Werder tritt selbstbewusst auf, gibt sich auch so. Ich erwarte daher keinen Angstfußball.“
In den Neuruppiner Reihen freuen sich zwei Kicker besonders auf dieses Match: Rafael Conrado Prudente und Gabriel Machado. Die beiden Brasilianer waren einst auch mal bei Werder am Ball.

Vorfreude auf das Heimspiel im Landespokal

Mit Blick auf die Auslosung im Landespokal am Donnerstag freuen sich die Neuruppiner auf das bevorstehende Viertelfinal-Duell mit dem Oberligisten Ludwigsfelder FC. „Ein Gegner, der eine Klasse höher spielt, aber kein Spitzenteam stellt. Wir sind ein Spitzenteam in der Brandenburgliga. Der Kampf ums Halbfinale. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, sich auf solch ein Pokalduell zu freuen“, fasst MSV-Trainer Bloch seine Einschätzung nach der Auslosung zusammen. „Schön, dass wir ein Heimspiel haben und uns als Verein auf solch ein Highlight freuen dürfen.“