Mit sieben Punkten in sechs Partien sind die Fußballer der SG Sieversdorf eher schleppend in die neue Kreisoberliga-Saison gestartet. Doch das Punktekonto könnte alsbald aufgehübscht werden. Darüber muss jedoch das Sportgericht des Fußballkreises Prignitz/Ruppin entscheiden.

Wechselfehler aufgedeckt

Hintergrund ist ein Wechsel-Fehler des Pankower SV beim Auswärtsspiel in Sieversdorf am zweiten Spieltag (30. August). Das Spiel endete damals 2:2-unentschieden. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) bereits die Regeländerung beschlossen, dass künftig die Einwechslung von fünf Spielern pro Team möglich ist.
Der Aufsteiger aus Pankow nutzte in Sieversdorf viermal die Chance, um neue Kräfte aufs Feld zu schicken. Allerdings bei vier Spiel-Unterbrechungen. Die Trainer haben jedoch nur drei Gelegenheiten während des laufenden Spiels sowie die Halbzeitpause, um die Wechsel vorzunehmen. Pankows Trainer Patrick Raczkowski tauschte jedoch laut Spielbericht in der 18., 52., 62., und 80. Minute Personal aus.

Heimteam fiel die Regelwidrigkeit gar nicht auf

Doch nicht die Sieversdorfer legten im Anschluss Protest gegen die Wertung der Partie ein, wie der Vereinsvorsitzende Thomas Leitert auf Nachfrage erklärte. „Ganz ehrlich, wir haben das gar nicht mitbekommen. Uns hat der Staffelleiter informiert, dass ein Wechselfehler vorliegt“, so Leitert.

Staffelleiter informierte das Sportgericht

Staffelleiter der Kreisoberliga ist Florian Blüthmann. Als ihm der Fauxpas der Pankower auffiel, informierte er umgehend das Sportgericht. „Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefällt worden“, gab Blüthmann auf Nachfrage zu Protokoll. „Ich rechne aber damit, dass das zeitnah passiert.“
Den Pankowern droht aufgrund dieser Regelwidrigkeit eine Niederlage am grünen Tisch. Die Partie dürfte für die SG Sieversdorf als gewonnen gewertet werden. Damit wandern zwei Punkte mehr aufs Sieversdorfer Konto (dann neun). Der Pankower SV hätte dann nur noch sieben Punkte auf der Habenseite. In der Tabelle würde Sieversdorf dann am Aufsteiger vorbeiziehen.