Fußball: Staffelsieg ist perfekt
Der MSV begann furios, ließ den Ball gut laufen, doch zunächst ohne Torerfolg. Erst als Keeper Moritz Haase keinen Anspielpunkt fand und nicht angegriffen wurde, schaltete er sich ins Spiel ein, zog plötzlich aus der Distanz ab, traf zum 1:0. Der Bann war gebrochen. Schnell hieß es 3:0, erst allmählich legte der Gast seinen Respekt ab. „Wir haben übernervös angefangen, da hat uns der MSV ganz schön durcheinander gewirbelt“, sagte Gästebetreuer Jörg Lutter. Einen ersten guten Konter nutzte Hansa zum 3:1. Doch der MSV blieb total überlegen, obwohl die Wittstocker nun engagierter Gegenwehr leisteten. Mit schnellen Ballpassagen erspielten sich die Gastgeber reihenweise Chancen und erhöhten so bis zu Pause auf 8:1.
Gleich nach dem Wiederanpfiff gelang Wittstock durch einen sehenswerten Schuss das 8:2, doch danach spielte nur noch der MSV. Schnelle Angriffe über die Außen sorgten immer wieder für Lücken in der Gästeabwehr. Kontinuierlich wurde die Führung ausgebaut. Obwohl Hansa nie aufsteckte, sich tapfer wehrte, hieß es am Ende 15:2. Dabei trugen sich fast alle Spieler in die Torschützenliste ein. „Eine unsere Stärke ist die Ausgeglichenheit des Teams, es gibt keinen Ausnahmespieler. Dadurch sind wir aus allen Reihen torgefährlich“, freute sich Karsten Scholz. Damit war der zweite Schritt geschafft, der erste war die Qualifikation für die Meisterschafts-Endrunde des Landes und nun gelang der Staffelsieg, der ausgiebig bejubelt wurde.
MSV: Moritz Haase (1), Arne Sommerfeld (2), Wilhelm Ebert (1), Philipp Karbe (2), Max Pfeffer (1), Niklas Hildebrandt (3), Hannes Krieger (1), Tomke Ploch, Constantin Ludloff, Elias Heise (2), Maximilian Schuck (2)Wittstock: Im Online-Protokoll stehen keine Namen der Wittstocker Spieler und demnach sind auch die Torschützen nicht öffentlich.
Interview mit dem Trainergespann
Haben Sie einen so klaren Sieg gegen Hansa Wittstock erwartet?Karsten Scholz: Wir wollten gewinnen und gut spielen, beides ist gelungen. Hansa hat sich tapfer gewehrt, aber wir waren klar überlegen, haben super gespielt. Es gab tolle Direktkombinationen, immer wieder über Außen wurde die Abwehr ausgespielt. Stark auch der Abschluss, wir haben unsere Chancen clever genutzt, dann kommt so ein hoher Sieg zustande.
Ihr Team hat nach einer guten Hinrunde jetzt eine super Rückrunde gespielt?Jörg Rose: Die Entwicklung ging nach der Winterpause steil nach oben, alle sieben Spiele in 2019 haben wir sicher gewonnen. Technisch und taktisch haben wir uns schneller weiterentwickelt als die anderen Teams. So haben wir aus einem Sechs-Punkte-Rückstand auf Tabellenführer Falkensee noch eine zwei-Punkte-Führung gemacht. Es ist auch ein tolles gleichmäßig besetztes Team, alle Spieler haben gute Voraussetzungen und ziehen voll mit. In der Winterpause haben wir sehr viele Turniere gespielt, haben gegen starke Teams getestet und das Training intensiviert. Alles hat zu einer starken Rückrunde geführt.
In der Hinrunde hat der MSV in Falkensee noch verloren, in der Vorwoche wurde der Tabellenführer klar besiegt, ist dies ein Beispiel für die Entwicklung?Rose: Ja, genau. Wir haben in der Hinrunde schon gut gespielt und nur knapp verloren. Doch im Rückspiel war es eine taktisch reife Leistung gegen einen starken Gegner. Der Ball lief super durch unsere Reihen, es gab kaum technische Fehler und im Abschluss waren wir wie in der ganzen Rückrunde sehr effektiv.
Seit wann betreuen Sie beide das Team?Scholz: Wir haben bei den Bambini angefangen, sind mit den Spielern die Altersstufen aufgestiegen. Dabei haben sich die Spieler, das Team und auch wir Trainer uns weiterentwickelt.
Erst in drei Wochen gibt es die Meisterschaftsrunde, was geschieht bis dahin?Rose: Das ist nicht ideal, wir werden einige Testspiele bestreiten, um im Rhythmus zu bleiben. Zudem sind fünf Kinder vor dem Finale auf Klassenfahrt, aber wir wollen unser Können zeigen und ins Halbfinale kommen.
Wie sieht die Zukunft dieser Erfolgsmannschaft aus?Scholz: Das ist nicht genau raus. Die Mannschaft wird komplett in den D-Juniorenbereich aufrücken. Eigentlich würden wir als 2008er-Team in der Kreisliga spielen. Da aber der 2007-Jahrgang personell nicht so breit aufgestellt ist, könnte ein Teil hochrücken ins Landesliga-Team.

