Gerätehaus
: Die Feuerwehr macht Druck beim Thema Neubau

Der Neubau des Gerätehauses in Flecken Zechlin hängt am seidenen Faden. Ein Gespräch mit dem Fördermittelgeber soll es richten.
Von
Markus Kluge
Rheinsberg
Jetzt in der App anhören

Zur Sitzung kamen viele Angehörige der Feuerwehr mit Transparenten.

Markus Kluge

Zu dieser waren auch viele der Fleckener Feuerwehrleute gekommen. Denn der Neubau ihrer rund 1,3 Millionen Euro teuren Wache hängt am seidenen Faden. Die Fördermittel in Höhe von 555 000 Euro aus dem Kommunalen Infrastrukturprogramm müssen bis zum Jahresende ausgegeben sein, sonst verfallen diese. Der Bau hat aber noch nicht einmal begonnen, weil erst ein B–Plan neu aufgestellt werden musste und sich die Ausschreibungen hinzogen. „Allein werden wir die 1,3 Millionen nicht schultern können“, sagte Schwochow. Mehrkosten von 150 000 Euro, die sich aus den Angeboten ergaben, haben die Stadtverordneten am 17. Juni bewilligt. Nach eigenen Angaben hat Schwochow am Tag darauf eine Fristverlängerung beantragt. Deutlich zu spät, finden einige Abgeordnete, weil sich das Problem bereits früher abzeichnete. Laut Schwochow kann auch nicht mit dem Bau begonnen werden, bevor der Fördermittelgeber der Fristverlängerung zugestimmt hat. „Wir haben alles getan, um dieses Projekt zu retten“, sagte Schwochow auf Nachfrage.

Die Feuerwehrleute haben dennoch das Gefühl, dass Schwochow nicht hinter ihnen steht. Auch weil sie am Montag keine definitive Antwort bekommen haben, wann gebaut wird. Sie drohten in der Sitzung an, ein an Touristen gerichtetes Transparent im Dorf aufzuhängen: „Verbringen Sie Ihren Urlaub woanders. Bei uns sind Sie nicht sicher.“