Gewässerbericht: Blaualgen im Ruppiner See entdeckt

Blaualgen sind keine echten Algen, sondern Cyanobakterien. Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)
Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)Wie Kreissprecher Alexander von Uleniecki am Montag mitteilte, wird daher vor allem bei kleinen Kindern und Hunden vorsorglich davon abgeraten, dort baden zu gehen. Gerade Jüngere könnten andernfalls unter Kopfweh, Durchfall oder Erbrechen leiden. „Bei empfindlichen Menschen können die Bakterien auch Hautreizungen und Quaddeln hervorrufen“, so der Sprecher. Wer aufgrund der hohen Temperaturen dennoch in den Gewässern baden möchte, sollte sich nicht am Ufer ins Wasser begeben, da sich die Blaualgen vor allem dort sammeln. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, kein Wasser in den Mund zu bekommen und sich anschließend gut abzuduschen. „Die Badebekleidung sollte nach dem Baden gleich ausgewaschen werden“, informierte Uleniecki weiter.
Die Ansammlung der Bakterien ist nach der anhaltenden Hitzewelle nichts Ungewöhnliches. Die Cyanobakterien vermehren sich in langsam fließenden Gewässern besonders gut, wenn es länger anhaltende hohe Temperaturen und eine hohe Lichtintensität gibt. Die Blaualgen können sogenannte Algentoxine bilden.
An den betroffenen Badestellen wurden Hinweisschilder aufgestellt, auf denen auf die mögliche Gefahr hingewiesen wird. Dort sind auch die vom Kreis empfohlenen Verhaltensregeln noch einmal aufgelistet. Das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit wurde darüber hinaus über die Blaualgenbelastung in den Gewässern informiert.
Für die restlichen Badestellen, die der Kreis turnusmäßig kontrolliert, gibt es keine Gesundheitseinschränkungen. Die Ergebnisse gibt es im Netz auf bit.ly/2IQ2wEG.