Gewalt in Rheinsberg: Mann verprügelt erst Freundin, dann verletzt er Polizisten

In Rheinsberg hat ein Mann erst seine Freundin und dann noch einen Polizeibeamten verletzt. Doch auch danach gab der Rheinsberger keine Ruhe. (Symbolfoto)
Boris Roessler/dpa- Mann (38) verletzt Freundin und Polizisten in Rheinsberg.
- Wurf eines kristallinen Gegenstands zersplittert Polizeiwagen.
- Nach Zwangseinweisung, Rückkehr und Alkoholkonsum erneut festgenommen.
- Ermittlungen wegen Körperverletzung, Bedrohung und Zerstörung.
- Mann seit Mittwochmittag auf freiem Fuß.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Rheinsberg hat ein Mann sowohl seine Partnerin als auch einen Polizeibeamten verletzt. In einem psychischen Ausnahmezustand hatte er zudem Gegenstände aus der gemeinsamen Wohnung geworfen und dabei einen Funkwagen der Polizei getroffen.
Der Vorfall hatte sich am Dienstagmorgen (25. März 2025) ereignet. Bereits in der Nacht zuvor soll es zum Streit zwischen dem 38-Jährigen und seiner 34-jährigen Partnerin gekommen sein. Dabei soll der Mann die Frau körperlich malträtiert haben.
Mann wirft Gegenstand auf Polizeiwagen in Rheinsberg
Diese sei daraufhin aus der Wohnung Am Stadion geflüchtet und am nächsten Morgen gegen 8 Uhr in Begleitung der Polizei zurückgekehrt, um ihre persönlichen Sachen zu holen. „Er weigerte sich zunächst, den Beamten die Tür zu öffnen und geriet schließlich in einen psychischen Ausnahmezustand“, schilderte eine Sprecherin der Polizeidirektion Nord in Neuruppin am Mittwoch (26. März).
Dann habe der Rheinsberger begonnen, Gegenstände aus dem Fenster zu werfen. Als ein 23-jähriger Polizeibeamter gegen 9 Uhr den Streifenwagen aus dem Gefahrenbereich entfernen wollte, warf der 38-Jährige einen kristallenen Gegenstand in Richtung des Polizeiautos. Dieser traf die Frontscheibe, welche zersplitterte. Der Fahrer des Funkwagens wurde durch umherfliegende Glassplitter im Inneren des Autos leicht verletzt.
Nachdem sie Verstärkung gerufen hatten, gelang es den Beamten, die Wohnungstür gewaltsam zu öffnen. Ein von der Polizei angedrohter Tasereinsatz war nicht mehr nötig gewesen, weil sich der Mann widerstandslos überwältigen und fixieren ließ. Nach Zwangseinweisung durch den Notarzt in ein Krankenhaus durfte der Mann dieses wenige Stunden später wieder verlassen.
Mann kehrt nach Rheinsberg zurück und betrinkt sich
Zurück in Rheinsberg, begab sich der Mann zu einer Bekannten in seinem Wohnhaus. Auch die 62-Jährige kam mit dem Betroffenen nicht zurecht und rief aufgrund eines Konfliktes gegen 16.40 Uhr desselben Tages die Polizei, da der Mann ihre Wohnung nicht mehr verlassen wollte. Als Polizeikräfte erneut eintrafen, war er bereits alkoholisiert (0,82 Promille).
Aufgrund der Geschehnisse, entschieden sich die Beamten vor Ort, den Mann endgültig zur Verhinderung weiterer Straftaten in Polizeigewahrsam zu nehmen. Wie die Polizeisprecherin auf Nachfrage am Mittwoch mitteilte, ist der 38-Jährige aber seit Mittwochmittag wieder auf freiem Fuß. Gegen ihn wird nun wegen Körperverletzung, Bedrohung und Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel ermittelt.
Hier gibt es bei häuslicher Gewalt Hilfe
In Notsituationen ist die Polizei unter 110 erreichbar.
Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen. Unter der Nummer 116 016 und werden Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne Behinderung beraten – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Auch Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte werden anonym und kostenfrei beraten.
Alle Frauen und trans Personen, die Beziehungsgewalt erleben, können sich an die Beratungsstelle Häusliche Gewalt von Frauen helfen Frauen e.V. wenden. Dort gibt es kostenlose Unterstützung. Die Telefonnummer ist (07071) 26457. Und per E-Mail: fhfberatung.tue@t-online.de
Eine Übersicht über Hilfsangebote und Beratungsstellen, auch für Eltern, Kinder und Jugendliche sowie von sexualisierter Gewalt betroffene Männer, gibt es hier: www.werhilftweiter.de


