Hallenfußball: Gefangen von Doppelpässen und Dribblings
„Perleberg hat den Sieg wirklich verdient“, zollte anschließend Fehrbellins Trainer Richard Hasse dem Kontrahenten Respekt und lobte: „Sie haben als Mannschaft sehr gut zusammengespielt.“ Und Manfred Andriof, Coach des drittplatzierten SV Union Neuruppin, fügte hinzu: „Sie waren heute schon eine Klasse für sich.“
Tatsächlich überzeugten die jungen Kicker aus der Prignitz sowohl als Mannschaft als auch individuell. Mit Doppelpässen und Dribblings spielten sie sich immer wieder schnell vor des Gegners Tor und hatten mit Emma Schade an diesem Tag eine Spielerin dabei, die sowohl ein Auge für den freien Mitspieler als auch für die Lücke zum Tor hatte. „Emma fand ich topp. Sie hat den Jungs den Schneid abgekauft und ist zu Recht zur besten Spielerin gewählt worden“, bestätigte Richard Hasse nach dem Turnier die Wahl Schades zum besten Akteur, wollte die Leistung seiner Jungs und Mädchen aber nicht unter den Tisch fallen lassen: „Wir haben heute wirklich gut gespielt und sind sehr zufrieden.“
Den Preis für den jüngsten Kicker heimste indes Union ein. Im letzten Spiel der Gildenhaller lief plötzlich der vierjährige Hugo Buschkühle im Union-Blau auf das Parkett und sorgte mit seinen Ballberührungen für Jubel unter den Zuschauern. „Hugo ist immer bei uns dabei und schon so eine Art Maskottchen. Auch beim Training macht er mit seinem Bruder Carl mit, der bei uns spielt“, erklärte Andriof den Einsatz des kleinen Kickers. „Manchmal setzen wir ihn dann auch ein, wenn es passt“. Am Sonntag passte es.
Am Tag zuvor reichte es zwar dem SV Protzen nicht ganz zum Titel. Aber mit dem torlosen Remis gegen den dominierenden FC Kremmen deutete das Team von Constanze Rast/Lars Peters bereits an, dass es um den Turniersieg mitspielen kann, zumal zum Ende ein 5:2 gegen Wusterhausen gelang. Als Spielverderber erwies sich ausgerechnet der Gastgeber, der sich im Derby mit 3:1 durchsetzte.




