Hundesteuer
: Auf den Lerneffekt bei Hundehaltern gesetzt

Rheinsbergs Rathaus hat mit verstärkten Kontrollen von Hundehaltern erste Erfolge erzielt. Für die Zukunft werden drastische Strafen angekündigt.
Von
Brian Kehnscherper
Rheinsberg
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Die Stadt Rheinsberg will in Zukunft bei Verstößen von Hundehaltern härter durchgreifen. Dafür ist aber auch eine Auslauffläche für Vierbeiner am Dollgower Weg geplant.

Raban Kerschek

Bei den bisherigen Kontrollen hätten die Rathausmitarbeiter es bei mündlichen Verwarnungen belassen. „Wir setzen auf den Lerneffekt“, so Schwochow. Nur in einem Fall habe sich ein Hundehalter so uneinsichtig gezeigt, dass ein Verwarngeld verhängt wurde. Das Rathaus werde auch in Zukunft unangekündigt kontrollieren, ob Hunde angemeldet sind — nicht nur in der Kernstadt, sondern auch in den Ortsteilen. Je nach Verstoß drohen dann Verwarngelder zwischen 35 und 55 Euro. In besonderen Härtefällen können laut Schwochow sogar Bußgelder bis zu 1 000 Euro verhängt werden. „Wer seinen Hund bis jetzt nicht angemeldet hat, wird hart bestraft“, so Schwochow. Neben den entgangenen Steuereinnahmen hat es in jüngerer Vergangenheit auch Ärger mit einigen Hundehaltern gegeben, weil sie die Hinterlassenschaften ihrer Tiere in der Stadionsiedlung nicht entfernt hatten. Die städtische Wohnungsgesellschaft Rewoge hatte daraufhin auf einigen Freiflächen Hundeverbote erteilt. Die Rewoge möchte Hundehaltern dennoch entgegenkommen. So ist geplant, am Dollgower Weg  ein Areal zu schaffen, auf dem die Tiere sich frei bewegen können. Auch Städte wie Neuruppin und Lindow beabsichtigen, Auslaufflächen anzubieten.