Die Mitarbeiterin einer Apotheke an der Neuruppiner Junckerstraße rief am Mittwoch, 13. Oktober, die Polizei und zeigte eine Urkundenfälschung an. Zuvor war ihr der Eintrag im Impfpass einer Kundin merkwürdig vorgekommen.
Die 46-jährige Kundin hatte zuvor ihren Impfpass vorgezeigt und wollte ein digitales Zertifikat als Nachweis für die Corona-Impfung erhalten. Die Mitarbeiterin der Apotheke hatte laut Polizei aber Zweifel an der Echtheit der Unterschrift im Impfpass. Ihr schien auch der eingeklebte Nachweis bezüglich des Impfstoffes zu groß zu sein. Eine Überprüfung ergab, dass die angegebene Ärztin gar keine Impfung an die 46-Jährige verabreicht hatte.

Liebenwalde

Während der Anzeigenaufnahme stellte sich heraus, dass ein 38-jähriger Neuruppiner schon am 7. Oktober in der Apotheke erschienen war, um ebenfalls seinen digitalen Impfnachweis erstellen zu lassen. Die Recherchen der Apothekerin hatten ergeben, dass es den im Impfpass angegebenen Arzt gar nicht gibt.
Beamte der Kriminalpolizei stellten den Impfpass der 46-jährigen Kundin sicher. Die Ermittlungen dauern an.
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