Investition
: Zwei Bauvorhaben in Neuruppin werden teurer

Betroffen sind der letzte Abschnitt der Kommunikation und die Planung für den Radweg Gildenhall.
Von
Judith Melzer-Voigt
Neuruppin
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Die Vorplanung für die Sanierung der Kommunikation zwischen Schiffer- und Karl-Marx-Straße stammt aus dem Jahr 2003.

pixabay

Betroffen ist der Bereich zwischen der Karl–Marx– und der Schifferstraße, also der letzte Abschnitt der Kommunikation, der noch nicht saniert wurde. Für diesen fielen laut Rathaus bis Mitte März dieses Jahres noch geschätzte Gesamtkosten von rund 566 000 Euro an. In der letzten Kostenaufstellung, die die Stadtverordneten nun erhalten haben, sei plötzlich von rund 800 000 Euro die Rede, kritisiert der Abgeordnete Siegfried Wittkopf (BVB/Freie Wähler). Er erkundigte sich nun, wie diese Kostensteigerung zustande gekommen ist.

Laut Verwaltung handelte es sich bei den 566 000 Euro wirklich nur um eine Schätzung. Diese wurde auf Grundlage der Vorplanung für das Vorhaben ermittelt — und die stammt aus dem Jahr 2003, ist also stolze 17 Jahre alt. Mittlerweile hat sich einiges geändert, unter anderem die reinen Baukosten. Diese belaufen sich bei dem dritten Bauabschnitt der Kommunikation nun nicht mehr auf die geschätzten 380 000 Euro, sondern auf 593 000 Euro. „Diese Steigerung kam aufgrund von Baupreisanpassungen sowie Planungskonkretisierungen zustande“, heißt es daher aus der Neuruppiner Stadtverwaltung.

Auch bei einem zweiten Bauvorhaben ist Siegfried Wittkopf eine Kostensteigerung aufgefallen, wenn diese auch nicht so enorm ist wie bei der Kommunikation: Die Planung des Radwegs Gildenhall sollte die Stadt eigentlich nur rund 55 000 Euro kosten. Nun sind es mehr als 68 000 Euro. Hintergrund ist laut Rathaus, dass der Auftrag erweitert werden musste. Vermessungsarbeiten wurden notwendig, die noch nicht Bestandteil des Hauptauftrages gewesen sind. Außerdem werden die anrechenbaren Baukosten höher liegen als eigentlich gedacht. Das liegt an der Festlegung der Trasse und auch an der Ausbauart, die die Stadtverordneten am 27. April dieses Jahres beschlossen haben.