Investitionen
: Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin will Millionen für neue Gebäude ausgeben

Sanierungs- und Platzbedarf sind Gründe, warum der Landkreis in den nächsten Jahren Geld in seine Gebäude stecken oder sie neu bauen muss.
Von
Ulrike Gawande
Ostprignitz-Ruppin
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Platznot in dem Verwaltungsgebäude des Kreises in der Heinrich-Rau-Straße 27 in Neuruppin.

Christian Schönberg

Diese beiden Beschlussvorlagen mit dem Betreff „Liegenschaftsangelegenheiten – Gebäudestrategie“, die laut Landrat Ralf Reinhardt lediglich als "Informationsvorlagen“ dienen sollten, sorgten Donnerstag im Kreis- und Finanzausschuss für Irritationen. Als Grund für den zweiten Bauabschnitt des Erweiterungsbaus an der Neustädter Straße, nördlich des bestehenden Kreisverwaltungsgebäudes, wird der hohe Sanierungsbedarf des Landratssitzes in der Virchowstraße 14 bis 16 angegeben, der zudem nicht barrierefrei zugänglich ist. Mit drei bis vier Millionen Euro werden die Sanierungskosten beziffert. Für die derzeit rund 100 Mitarbeiter im Haus müssten zudem während der Arbeiten Ersatzräume geschaffen werden. Belastbare Zahlen liegen noch nicht vor, da dafür kostenpflichtige Planungen in Auftrag gegeben werden müssten, so Reinhardt. Eine Nachnutzung des Gebäudes an der Virchowstraße könnte durch die Kreismusik- oder die Kreisvolkshochschule erfolgen.

Bei der Planung für den Archiv-Neubau kommen noch Kosten für den Umbau des alten Archivs an der Heinrich-Rau-Straße zu Büroräumen hinzu, die für Fachämter mit viel Publikumsverkehr wie die Führerscheinstelle benötigt werden.

Alternativ könnte der Landkreis das Grundstück in der Alt Ruppiner Allee 7 mit dem ehemaligen Stabsgebäude erwerben und als zentrales Kreisarchiv umbauen. Die Kosten für diese Variante würden mit rund 180 000 Euro für den Grundstückskauf und rund 4,4 Millionen Euro für den Umbau zu Buche schlagen. Umgesetzt werden könnte der Bau bis 2023.