Jubiläum
: Ganz Linow feierte mit der Feuerwehr

Zum 110-jährigen Bestehen der Linower Feuerwehr gab es ein neues Einsatzfahrzeug als Geschenk.
Von
Jürgen Rammelt
Linow
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Parade: An dem großen Festumzug nahmen nicht nur Mitglieder der Feuerwehr teil.

Jürgen Rammelt

Begonnen hatte das zweitägige Spektakel bereits am Freitagnachmittag mit einem Spaßfußball-Turnier auf dem Festplatz am alten Bahndamm. Am Start waren zwölf Mannschaften, die sich nichts schenkten. Am Ende gewann das Team der Jugendfeuerwehr Linow, das die Yellow-Submarines aus Flecken Zechlin im Finale schlagen konnte. Doch das war nicht das einzige Ereignis am diesem Tag.  Ein Fackelumzug, angeführt von der Rheinsberger Blaskapelle, und ein anschließendes Platzkonzert mit der Siegerehrung der Spaßfußballer gehörten ebenso zum Fest.

Das eigentliche Jubiläum wurde am Sonnabend gefeiert. Seinen Anfang nahm es mit einem Festumzug, der um 11 Uhr an der Kirche des Ortes startete und ebenfalls von den Musikern aus Rheinsberg angeführt wurde. Daran beteiligten sich neben den aktiven Linower Feuerwehrleuten auch die Mitglieder der Jugendwehr und die zur Gratulation erschienenen Gastwehren. Aber auch die „Wiesenwichtel“ vom Linower Kindergarten, die einheimischen Schützen und die Mitglieder des Faschingsvereins durften beim Umzug nicht fehlen.

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Auf dem Festplatz angekommen, formierten sich die Brandschützer zum Appell. Es wurden Grußworte gesprochen, Glückwünsche überbracht und es gab eine Andacht mit Pfarrer Jann Branding. Neben Rheinsbergs Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow, würdigte auch Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald die Leistungen der Linower Rettungskräfte. Anschließend standen Auszeichnungen und Beförderungen auf der Tagesordnung.

Viel Lob gab es für die Linower Brandbekämpfer, die mit 30 aktiven Kameraden sowie einer Jugendwehr mit 20 Mitgliedern eine schlagkräftige und verlässliche Truppe bilden. Burkhardt Stranz, der seit 25 Jahren an der Spitze der Wehr steht und der mit einem kurzen Rückblick an die 110-jährige Geschichte des Brandschutzes in seinem Ort erinnerte, war der Stolz anzumerken.

Ein  Höhepunkt des Festes folgte gegen Mittag: Stadtbrandmeister Fred Kuball und Rheinsbergs Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) übergaben an die Linower Wehr ein neues Einsatzfahrzeug. Das Auto vom Typ TSW-F ist zwar gebraucht, aber wesentlich jünger und moderner als der W 50, der jetzt in den verdienten Ruhestand gehen darf.  Am Nachmittag gab es Wettkämpfe im Löschangriff, es wurde die stärkste Feuerwehr ermittelt und nicht zuletzt galt es zum Gaudi der Zuschauer, ein Einsatzfahrzeug über eine bestimmte Strecke zu ziehen.

Gefeiert wurde mit einem Feuerwehrball bis in die Nacht. Aber auch an die jüngsten Bewohner im Ort hatten Linows Einheitsführer Burkhardt Stranz und seine Mitstreiter gedacht: Es gab eine Springburg, Kinderspiele, Ponyreiten und das Feuerwehr-Spielmobil.