Jubiläum
: Retter der Kleinen Kirche Darsikow feiern Zehnjähriges

In seinem zehnjährigen Bestehen hat der Verein Kleine Kirche Darsikow mit der Sanierung des Gotteshauses das scheinbar Unmögliche vollbracht. Das wird gefeiert.
Von
Siegmar Trenkler
Darsikow
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Gerettet: Die Kleine Kirche Darsikow strahlt wieder in einem Glanz, den das Haus und das umliegende Areal lange vermissen ließen. Das zehnjährige Bestehen des Vereins, der das ermöglicht hat, wird am nächsten Sonnabend gefeiert.

Holger Rudolph

„Wir dachten, in unserem Leben schaffen wir höchstens das Dach“, erinnert sich Sibille Podorf vom Verein an die Anfangszeit. Dennoch begannen die damals knapp weniger als zehn Mitglieder mit ihrem Vorhaben. Sie sammelten Spenden und waren damit erfolgreicher als sie vermutet hätten. Viele große und kleine Spenden und einige Stiftungen sorgten dafür, dass 2012 mit den Arbeiten begonnen werden konnte. Bei dem Dach blieb es nicht. Die Fenster und Türen wurden restauriert, der Innenraum erneuert, Bänke zurückgeholt, die Kanzel, die Glocke und andere Details aufgearbeitet oder neu gebaut. Inzwischen gibt es wieder einen Altar, eine Heizung, und sogar ein kleiner Flachbau neben der Kirche wurde geschaffen, in dem eine Küche und eine Toilette untergebracht sind. Alles in allem stecken rund 300 000 Euro in der Sanierung, die zum Teil aus Spenden stammen und zum Teil in Eigenleistung erbracht wurden.

Noch immer ist nicht alles geschafft. Weil die Kirche keine Dach­rinne hat, tropft bei Regen das Wasser direkt neben dem Mauerwerk auf den Boden. Damit weder Feuchtigkeit ins Innere zieht, noch die Steine ausgespült werden, soll eine Traufrinne gebaut werden. Aktuell hängt das Vorhaben nur noch von der Zusage einer Stiftung ab, berichtet Podorf. Weil aber viel mehr in den zehn Jahren seit der Gründung geschehen ist als anfangs für möglich gehalten wurde, möchte der Verein das Jubiläum feiern. Das passiert am nächsten Sonnabend, 13. Juli, ab 15 Uhr. Dann gibt es in der geschmückten Kirche Kaffee, Kuchen, Gegrilltes und den Start für die zweite Ausstellung mit Bildern von Hans-Peter Jacobsen aus Woltersdorf. Nachdem er sich im vergangenen Jahr des Themas „Linde“ verschrieben hatte, lautet das Motto diesmal „Wasserwelten“. Seine Bilder werden auch nach der Feier zu sehen sein. Geöffnet ist die Kirche immer sonnabends und sonntags. Und wer darüber hinaus mal einen Blick in das Gebäude werfen möchte, klingelt einfach bei Podorfs gegenüber.

Bitte 1sp Kruschel

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel.⇥kürzel