Mittlerweile sind rund 250 Hektar auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz beräumt worden. Insgesamt müssen rund 1 100 Hektar untersucht werden. 2010 hatte Deutschland das entsprechende Oslo-Abkommen ratifiziert, und damit auch zugesagt, alle Spuren dieser Waffen zu beseitigen, Eigentlich sollte das bis zu diesem Jahr abgeschlossen sein. Inzwischen liegt aber die Genehmigung vor, die Suche bis 2025 auszudehnen. "Das können wir auch schaffen, wenn es wegen der Pandemie keine weiteren Einschränkungen gibt", so Entrup.
Derzeit habe diese kaum Auswirkungen auf die Arbeiten. Die überall geforderten Mindestabstände zwischen Menschen müssten bei der Beräumung ohnehin schon allein aus Sicherheitsgründen eingehalten werden.
Durchschnittlich sind pro Tag für die Suche rund 120 Menschen in dem Gebiet im Einsatz. Sie arbeiten in Zweierteams und durchkämmen die Verdachtsflächen. Ziel ist, dass jede dieser Mannschaften rund 80 Quadratmeter täglich untersucht. Das meiste geschieht in Handarbeit. Bei besonders belasteten Teilstücken kommt aber auch schwerere Technik zum Einsatz. Dazu zählen Bagger, die mit einer besonderen Panzerung versehen sind und bei denen eine Kamera genau erfasst, was von der Schaufel freigelegt wird. Diese Bild von dann vom Feuerwerker bewertet.
Bis zu 2 500 Streubomben werden auf dem Areal vermutet, das bis zur Wende von der Roten Armee als Bombenabwurfplatz genutzt worden ist. Inzwischen hat das Tempo bei der 2016 begonnenen Suche zugenommen: Im vorigen Mai galten erst 150 Hektar als beräumt.