Kita Fontaneknirpse Neuruppin: Schließung verhindert – so werden die Kita-Plätze gesichert

Der Weiterbetrieb der Neuruppiner Kita Fontaneknirpse ist gesichert. Darüber freuen sich (von links) Sozialdezernent Andreas Liedtke, Amtsleiterin Kristina Borrock, Vermieter Christian Müller, Ronny Sattelmair (Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes Gransee Ostprignitz-Ruppin) und Bürgermeister Nico Ruhle.
Pressestelle LK OPR/Ulrike GawandeZwei Tage vor Weihnachten 2023 gibt es gute Nachrichten aus Neuruppin. Der Weiterbetrieb der Kita Fontaneknirpse ist gesichert. Ein neuer Träger wurde gefunden. Damit ist die Schließung, die für Juli 2024 angekündigt worden war, kein Thema mehr. Über die Entwicklungen berichtet die Verwaltung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin am 22. Dezember 2023 in einer Pressemitteilung. „Mit dem Deutschen Roten Kreuz hat sich ein neuer Träger für die Kita gefunden“, teilt Kreissprecherin Ulrike Gawande mit. Zum Jahresbeginn sollen die Abstimmungen zur Übernahme zwischen dem jetzigen und dem zukünftigen Betreiber beginnen.
Kita Fontaneknirpse – das Problem und die Lösung
„Ich freue mich, dass der Vermieter Christian Müller der Empfehlung von Landkreis und Stadt gefolgt ist und die Räumlichkeiten der Kindertagesstätte Fontaneknirpse an den Träger Deutsches Rotes Kreuz vermieten wird.“ Mit diesen Worten wird Kristina Borrock, Leiterin des Amtes für Familien und Jugend beim Landkreis Ostprignitz-Ruppin, zitiert. Auch ihr sei es „wichtig gewesen, den Kindern, Eltern und Erzieherinnen möglichst schnell Sicherheit und eine Perspektive bieten zu können“. Sie sei glücklich, dass der Erhalt sowie der Fortbetrieb der Kita sichergestellt ist.
Im September 2023 hatte der bisherige Träger, der Internationale Bund (IB), das Amt für Familien und Jugend des Landkreises darüber informiert, dass er den Betrieb der Kita zum 31. Juli 2024 einstellen werde. Städtische Zuschüsse würden nicht ausreichend fließen, hieß es. „Enttäuscht und ernüchtert“ zeigte sich damals Britta Riebe, Bereichsleiterin des IB. „Wir befinden uns bereits seit dem Jahr 2016 mit der Stadtverwaltung Neuruppin in einem Austausch zu der Refinanzierung der Kindertagesstätte.“
Die Nachricht vom bestehenden Aus der Einrichtung – für die IB eine Betriebserlaubnis für 70 Plätze für Kinder ab einem Jahr hat – sorgte für Enttäuschung und Unsicherheiten auf allen Ebenen. Gawande: „Doch bereits eine Woche später initiierte das kreisliche Fachamt ein erstes Gespräch gemeinsam mit der Stadt Neuruppin, dem Vermieter und dem bisherigen Kita-Träger, mit dem Ziel, allen betroffenen Kinder auch im kommenden Jahr einen Betreuungsplatz anbieten zu können.“ Es folgte ein reger Austausch, um die Fortführung der Kita zu sichern.
Deutsches Rotes Kreuz erhält den Zuschlag
Aufgrund der Dringlichkeit zur Perspektive und Fortführung der Kindertagesstätte sei gemeinsam ein Interessenbekundungsverfahren zur Ermittlung geeigneter Interessenten zum Betrieb einer Kita mit 70 Plätzen für die Betreuung von Kindern im Alter von einem bis sechs Jahren innerhalb von vier Wochen durchgeführt worden. „An diesem Verfahren bekundeten drei Träger ihr Interesse und reichten entsprechend der Vorgaben ein Kurzkonzept ein.“
Nach der fachlichen Auswertung mit einer entsprechenden Bewertungsmatrix erhielt das Deutsches Rotes Kreuz die Empfehlung durch den Landkreis und die Stadt Neuruppin als Träger zum Fortbetrieb der Kindertagesstätte Fontaneknirpse. „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam eine gute Lösung gefunden haben“, so Sozialdezernent Andreas Liedtke.
So reagieren Vermieter und Bürgermeister
Auch der Vermieter der Immobilie an der Eisenbahnstraße, Christian Müller, folgte der Empfehlung von Kreis und Stadt. Die Räume wird er zukünftig an das DRK vermieten. Ihm sei es sehr wichtig gewesen, die Kita zum Wohle der Kinder zu erhalten. „Die Plätze werden dringend benötigt.“ Die Kinder sollten aus seiner Sicht zusammenbleiben können, „und auch die Familien und Eltern sollten keine Ängste haben“.
Dankbar sei er, dass die Zusammenarbeit mit dem Landkreis, der Stadt und dem zukünftigen Träger der Kita so gut geklappt hat. „Der Landkreis wollte für die Familien gern noch vor Weihnachten Klarheit“, betont Ronny Sattelmair, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes Gransee Ostprignitz-Ruppin. Wir sind froh, dass wir nun ein Teil der Lösung sind.“
Auch Neuruppins Bürgermeister Nico Ruhle ist glücklich über die Entwicklung. „Dass wir bereits heute den Weiterbetrieb durch einen neuen Träger verkünden können, verdanken wir dem Engagement von Christian Müller und seiner zielorientierten Zusammenarbeit mit Landkreis und Stadt.“ Das DRK künftig auch in der Funktion des Kita-Betreibers „als zuverlässigen Partner an der Seite der etwa 70 Familien zu wissen“, sei kurz vor Weihnachten wie ein Geschenk. „Mein aufrichtiger Dank gilt allen an der Lösungsfindung Beteiligten.“


