MOZ+MOZ+Kita in Neuruppin
: Angst um Zukunft – so will die Stadt den Einrichtungen helfen

Es ist ein Kampf um das finanzielle Überleben: Die Träger freier Kitas stecken tief in den roten Zahlen. Die Stadt Neuruppin hat einen Plan. Rettet das die Kindergärten vor der Insolvenz?
Von
Burkhard Keeve
Neuruppin
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In der Sprach-Kita Bummi liest die Klinische Diplomwissenschaftlerin und Sprachfachkraft Josefin Heinze mit vier-und fünfjährigen Kindern in einer kleinen Bibliothek ein Buch. Die Einrichtung mit 85 Kindern aus 15 Nationen im Stadtteil Halle-Neustadt beteiligt sich an dem 2016 gestarteten Bundesprojekt "Sprach-Kitas". Für das Programm, mit dem Kinder mit sprachlichen Defiziten besondere Unterstützung erhalten, steht ab Jahresende kein Geld mehr zur Verfügung und soll dann auslaufen. Mit einer bundesweiten Kampagne fordern Bundesländer den Erhalt und die Fortführung des "Sprach-Kita"-Projekts. Derzeit ist etwa jede achte Kita in Deutschland eine Sprach-Kita, an denen mit rund 7.500 zusätzlichen Fachkräften mehr als 500.000 Kinder erreicht und sprachlich gefördert werden.

Vom Streit ums Geld zwischen den freien Träger der Kindergärten in Neuruppin und der Fontanestadt bekommen die Kinder zum Glück nichts mit (Symbolbild). Doch den zwölf Einrichtungen geht es finanziell an die Substanz. Jetzt hat die Stadt eine Finanzierungsrichtlinie erarbeitet. Reicht das aber?

Waltraud Grubitzsch/dpa