Die Bühne vier hat den Organisatoren von „Neuruppiner Bands für Neuruppiner Bürger“ einiges Kopfzerbrechen bereitet. Sie soll an diesem Sonnabend, 19. September, am Rathaus stehen und vor allem etwas für Metal-Fans bieten. Soweit der Plan. Doch dann sind drei der insgesamt fünf Gruppen, die dort auftreten sollten, abgesprungen. Es stellte sich schnell die Frage, wie die Bühne wieder etwas mehr bieten kann. Die Antwort ist recht ungewöhnlich.

Kontakt kam über Produzent und Musiker Fred Zahl zustande

Björn Hannemann von der Band „Unerhört“, die die Idee zum Band-Fest hatte, ist schon seit Jahren mit dem Musiker und Produzenten Fred Zahl befreundet. Ihn rief er nach den Absagen für die Bühne vier an. Und Zahl, der auch Neuruppiner ist, hatte eine Idee: Ines Adler, unter anderem Gewinnerin der „Goldenen Stimmgabel“, ist öfter in der Region unterwegs. Da er erst vor Kurzem zufällig auf deren Tochter Saskia Adler getroffen war, nutzte Zahl die Gelegenheit und fragte nach, ob nicht Interesse besteht, beim Band-Fest dabei zu sein. Das war am vergangenen Mittwoch. Am Freitag stand zwar noch nicht hundertprozentig fest, welche Lieder genau Ines Adler und Tochter Saskia, die ebenfalls Sängerin ist, sowie Fred Zahl auf die Bühne bringen werden. Dass die Sängerin und ihre Tochter dabei sind, war da aber schon längst ausgemacht.

Endlich wieder ein Auftritt als Sängerin

„Als Künstlerin habe ich gerade null Chance, mich auszudrücken und mein Herz auf die Bühne zu tragen“, begründet Ines Adler ihre spontane Zusage. „Ich fand es toll, einfach wieder singen zu können.“ Damit trifft sie bei Ideengeber Björn Hannemann einen Nerv. Denn „Neuruppiner Bands für Neuruppiner Bürger“ soll den Musikern nach langer Zwangspause wieder die Gelegenheit geben aufzutreten. Vor allem aber handelt es sich um eine Solidaritätsveranstaltung für einheimische Gastronomen, die kostenlos einen Stand anbieten können. Der Eintritt für alle ist frei.

Metal und deutsche Musik auf Bühne vier

„Wir haben also die Bühne vier komplett neu zusammengesetzt“, sagt Helene Hannemann. Sie ist die Tochter von Björn Hannemann und unterstützt das Neuruppiner Stadtmarketing während ihrer Semesterferien bei der Organisation von „Neuruppiner Bands für Neuruppiner Bürger“. Metal wird es vorm Rathaus aber weiterhin geben. Mit „Skulds“ tritt dort eine Gruppe auf, die sich seit 2017 dem Death-Metal verschrieben hat – allerdings mit viel Melodie und Gesang, wie Helene Hannemann betont. Mit dabei sind am 19. September auch „Bearth“, eine Band, die Alternative Metal bietet. Ganz neu verpflichtet werden konnte „In Motion“. Die Musiker sind zwar noch Schüler, wollen aber nicht als Schülerband gelten. Und mittendrin spielen also Ines und Saskia Adler sowie Fred Zahl einige Pop-Evergreens, ein bisschen Rock und auch deutsche Lieder. „Da schlagen wir uns doch durch“, ist Fred Zahl überzeugt. Insgesamt acht Songs werden er und seine beiden Mitstreiterinnen präsentieren.

Musik-Stilbruch wird garantiert

„So ein krasser Musik-Stilbruch kann ja auch sehr interessant sein“, meint Björn Hannemann. Beim bekannten Wacken-Open-Air gebe es das ja schließlich auch. Ganz so viele Besucher erwarten er und seine Mitstreiter von nunmehr 25 Bands am 19. September zwar nicht. Aber ein bisschen was kann vor den sechs Bühnen über die ganze Stadt verteilt schon los sein.