Kultur
: Konzert in historischem Ambiente

Preisträger der Rheinsberger Kammeroper begeisterten mit Mond- und Abendliedern.
Von
Jürgen Rammelt
Rheinsberg
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Junge Talente: Die Preisträger der Kammeroper überzeugten das Publikum.

Jürgen Rammelt

Unter dem Titel „Mondnacht“ standen Lieder auf dem Programm, die vom Mond, aber auch von lauen Sommernächten, von Willkommen heißen und Abschied nehmen sowie von Sternen handelten. Dabei zeigten die schottische Sopranistin Rosha Maura Fitzhowle genauso wie Gabriella Guilfoil (Mezzosopran), die in den Vereinigten Staaten auf die Welt kam, sowie Christian Noel Bauer (Bassbariton) und Johannes Schwarz (Bariton) eine beeindruckende Leistung.

Einstudiert mit den Solisten hatte das Programm Olav Kröger, der die Protagonisten auch am Tangentenflügel begleitete – einem besonderen Instrument, das vermutlich 1790 gebaut wurde, wie der Pianist den Konzertbesuchern erklärte. Die künstlerische Gesamtleitung hatte Carolin Masur, Tochter des legendären Dirigenten Kurt Masur, die in früheren Jahren ebenfalls Preisträgerin der Kammeroper war und im Jahre 2000 in der Oper „Kronprinz Friedrich“ mitwirkte.

Abendlied von Claudius

Beim Konzert erklangen Lieder von Jaques Offenbach, Robert Schumann, Franz Schubert, Arnold Schönberg, Franz Liszt, Joseph Haydn und anderen Komponisten. Darunter befanden sich mit dem „Abendlied“ von Matthias Claudius, der Volksweise „Guter Mond, du gehst so stille“, Franz Schuberts „Lied an den Mond“, und „Wanderers Nachtlied“, dessen Text von Goethe stammt, sowie Kurt Weills „Bilbao-Song“ bekannte Melodien.

Betörend war die Stimme von Rosha Maura Fitzhowle, die keine Mühe hatte, auch die höchsten Koloraturen zu meistern. Aber auch Gabriella Guilfoil und die beiden Herren brillierten als Solisten und gemeinsam mit ihrer schottischen Sängerkollegin im Quartett. Nicht zuletzt verriet das Programmheft, dass die beteiligten Sängerinnen und Sänger mit Erfolg ihr Studium abgeschlossen und in verschiedenen Operninszenierungen und bei Konzerten bereits erste Erfahrungen gesammelt haben.

Zur Aufführung kamen auch Lieder mit Texten von Christian Morgenstern, wie „Das Mondschaf“ und „Der ästhetische Wiesel“, die Olav Kröger vertont hatte. Als mit Joseph Haydns „Dir, Welt dort auf dem Mond“ aus der Oper „Il mondo della luna“ das letzte Lied verklungen war, wollte der Beifall kein Ende nehmen. Für die Zuhörer gab es noch eine Zugabe.