Wie sähe eine Welt ohne Kultur aus? Was würde mit der Gesellschaft passieren, wenn alle kulturellen Angebote fehlen würden? Antworten darauf will Neuruppins Kulturbeirat nicht in der Realität erhalten. „Wenn wir ihren Verlust feststellen, ist es zu spät“, stellt das Gremium in einem aktuellen Aufruf fest. „Viele Voraussetzungen für das Erstellen der Angebote wären dann schon unwiederbringlich zerstört.“

Aufruf zur Unterstützung von Kultur

„Wir brauchen eine vitale Kultur, damit wir eine Zukunft haben, in der die Menschen in einem friedlichen und konstruktiven Miteinander leben können“, stellt der Kulturbeirat in seinem Aufruf fest. „Gelder, die in die Kultur fließen, sind keine Verschwendung, sondern eine Investition in die Zukunft. Vergessen Sie nicht: Kultur ist auch ein wichtiger und wertvoller Wirtschaftsfaktor.“ Mit diesen eindringlichen Worten wird auf die aktuell existenzbedrohende Lage von Kulturschaffenden hingewiesen. Schließlich würden viele von ihnen kein festes Einkommen besitzen und sich mit Zweit- und Drittjobs über Wasser halten müssen.

Online-Verzeichnis soll Übersicht über Kulturangebote verschaffen

Doch um zu wissen, wer in der Region um Neuruppin alles auf Hilfe angewiesen ist, muss man erst einmal wissen, welche Kulturschaffenden es überhaupt gibt. Schon seit Jahren trägt sich der Kulturbeirat daher mit der Idee, alle diese Menschen – vom Artisten über Töpfer bis zum Zauberer – in einem Onlineverzeichnis zusammenzufassen. Bislang haperte es aber an der Umsetzung. Das heißt, zumindest bis vor wenigen Wochen. Denn mittlerweile wird das ambitionierte Vorhaben, eine umfangreiche kostenlose Datenbank aufzubauen, aktiver vorangetrieben.
Nachdem die Mitglieder des Kulturbeirats erst einmal im direkten Umfeld dafür werben wollten, sich in das Verzeichnis einzutragen, das bislang noch das sperrige Wort Kulturkataster trägt, folgt nun ein öffentlicher Aufruf. Vorerst auf www.neuruppin.net sollen die Angebote zusammengefasst und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Einträge in Neuruppins Kulturkataster sind kostenlos

Derzeit aber steht noch der Schritt davor an – das Sammeln der Daten. Dazu werden alle Kulturschaffenden im Raum Neuruppin gebeten, einige Angaben zu sich zu machen und diese in einer Mail mit dem Betreff „Datenbank Kulturwirtschaft“ an info@neuruppin.net zu schicken. Dazu gehören Vor- und Zunahme, der Ort, der Beruf, eine E-Mail-Adresse, der kreative Tätigkeitsbereich sowie einige Sätze zur Arbeit. Ganz wichtig ist auch, die Datenschutzerklärung auf der Seite www.neuruppin.net auszufüllen, da ohne diese die eingesandten Daten nicht veröffentlicht werden dürfen.