Messer-Angriff in Gühlen-Glienicke: Streit eskaliert – Mann lebensgefährlich verletzt

Blutige Messerattacke in Gühlen-Glienicke schockt: Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nach eskaliertem Streit (Symbolbild Polizei).
PixabayAn einer Bushaltestelle in Gühlen-Glienicke kommt es am Montagnachmittag zu einem blutigen Streit zwischen zwei Männern. Ein Mann wurde lebensgefährlich mit einem Messer verletzt. Jetzt ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei.
Wie die Polizei der Direktion Nord am Dienstag mitteilt, gerieten am Montag, 15. April, gegen 14.20 Uhr zwei Männer im Alter von 21 und 37 Jahren an der Bushaltestelle in der Dorfstraße in Gühlen-Glienicke aneinander. Der Streit eskalierte, als der 37-Jährige ein Messer zog und mehrmals auf den 21-Jährigen einstach. Das Opfer wurde bei der Messerattacke lebensgefährlich verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht und operiert werden. Der Tatverdächtige wurde festgenommen.
Versuchtes Tötungsdelikt in Gühlen-Glienicke: Polizei ermittelt
Wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft Neuruppin am Dienstag mitteilen, wird jetzt gegen den 37-jährigen mutmaßlichen Täter wegen „eines versuchten Tötungsdelikts“ ermittelt. Der 21-Jährige sei mittlerweile außer Lebensgefahr.
Der Messerattacke sei, so die Polizei, ein anderer Streit zwischen den beiden Männer am selben Tag vorausgegangen. Dann seien sie sich an der Bushaltestelle erneut begegnet und wieder aneinandergeraten, was letztlich in der Bluttat endete.
Um nach der Messerattacke eine weitere Eskalation in Gühlen-Glienicke zu verhindern, waren am Montag Sozialarbeiter des Landkreises Ostprignitz-Ruppin und Polizeibeamte vor Ort in einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete, in der die beiden Männer leben. Wie der Landkreis mitteilt, leben in dem Wohnverbund Gühlen-Glienicke 85 Personen in 21 Familien. Insgesamt waren acht Mitarbeitende des Landkreises vor Ort, davon allein vier Sozialarbeiter:innen, um die Lage zu beruhigen. Ebenso waren Mitarbeitende der vom Landkreis für das Objekt beauftragten Wachschutzfirma vor Ort.
In dem Wohnverbund kommt es wie auch in anderen vergleichbaren Einrichtungen, in denen viele Menschen auf relativ engem Raum zusammenwohnen, gelegentlich zu verbalen als auch körperlichen Auseinandersetzungen untereinander, teilt der Landkreis auf Nachfrage mit.
Am Mittwoch, 17. April, teilt die Polizei mit, dass gegen den mutmaßlichen Täter vom Amtsgericht Untersuchungshaft angeordnet worden ist. Dem 37-Jährigen wird vorgeworfen, auf einen 21-Jährigen eingestochen und ihn dabei schwer verletzt zu haben. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft dauern an.

