Pflege in Rheinsberg
: So kämpft Familie Jahnkow für schwerbehinderten Sohn Andy

Nach 40 Jahren hingebungsvoller Pflege ist die Familie Jahnkow in Rheinsberg am Limit. Für Sohn Andy steht ein behindertengerechter Umbau an, doch die Finanzierung bleibt eine Herausforderung.
Von
Burkhard Keeve
Rheinsberg
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Andy Jahnkow ist schwerbehindert. Seit 40 Jahren wird er Zuhause durch seine Eltern gepflegt. Hier ist er mit seinem Vater Benno an der Ostsee. Jetzt sind die Eltern selbst am Limit. Andy soll jetzt zu seiner Schwester ziehen, doch der behindertengerechte Umbau ist teuer.

Andy Jahnkow ist schwerbehindert. Seit 40 Jahren wird er Zuhause von seinen Eltern gepflegt. Hier ist er mit seinem Vater Benno an der Ostsee. Jetzt sind die Eltern selbst am Limit. Andy soll zu seiner Schwester ziehen, doch der behindertengerechte Umbau ist teuer.

Irena Jahnkow
  • Familie Jahnkow pflegt seit 40 Jahren ihren schwerbehinderten Sohn Andy in Rheinsberg.
  • Eltern sind am Limit – Andy soll 2025 zu Schwester Sandra Schäffer nach Flecken Zechlin ziehen.
  • Für den behindertengerechten Hausumbau werden durch eine Crowdfunding-Aktion 9000 Euro benötigt.
  • Bisher wurden 4195 Euro gesammelt (Stand: 9. August); Pflegekasse übernimmt nur einen Teil der Kosten.
  • Sandras Mann plant Eigenleistung beim Umbau, um Kosten zu senken – Baustart soll bald erfolgen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

40 Jahre lang haben Irena und Benno Jahnkow ihren schwerbehinderten Sohn umsorgt. Von morgens nach dem Aufwachen bis zur Bettruhe am Abend. Von Geburt an ist Sohn Andy auf fremde Hilfe angewiesen. Er muss gefüttert, gewaschen und gewickelt werden. Jetzt können seine Eltern nicht mehr. Große, teure Veränderungen stehen an.

Ende des Jahres 2025 zieht Andy Jahnkow aus. „Wir wollten aber nicht, dass er ins Heim kommt“, sagt seine Schwester Sandra Schäffer. Bislang wurde ihr Bruder ausschließlich durch die Eltern versorgt. Doch jetzt sind diese mit ihren Kräften am Ende und seine Schwester übernimmt die große Verantwortung für den Bruder. Doch sie ist auf finanzielle Unterstützung angewiesen, um ihr Haus in Flecken Zechlin behindertengerecht umbauen zu lassen.

Pflege in Rheinsberg – das Schicksal von Andy

Wie die Schwester mitteilt, führte Sauerstoffmangel bei der Geburt zu geistigen und körperlichen Beeinträchtigung ihres Bruders. Jetzt spricht sie für ihn und bittet auf der Crowdfunding-Seite von www.gofundme.de um eine Spende: „Dank meiner engagierten Eltern und meines Lebenswillens konnte ich das Krankenhaus nach einem Jahr verlassen. Meine Entwicklung verlief langsam, doch stetig bergauf. Ich konnte mit leichter Hilfe laufen und die Welt entdecken.“

Doch mit neuen Jahren fiel Andy in der Schule eine Treppe herunter. Danach sei nichts mehr so gewesen, wie es einmal war. Ein Hämatom in seinem Kopf sei nach dem Sturz unentdeckt geblieben. Dieser Bluterguss im Kopf habe so auf den Sehnerv gedrückt, dass Andy anfing, sich selbst zu verletzen, in dem er sich „permanent auf die Augen schlug“.

Trotz vieler Arztbesuche sei das Hämatom unentdeckt geblieben. Andy erblindete, hörte auf zu laufen und sitzt seitdem im Rollstuhl. Seine Eltern waren immer für ihn da und pflegten ihn. Doch nun gehe es ihnen gesundheitlich schlechter und die Pflege würde immer beschwerlicher.

Spendenaktion soll Umbau ermöglichen

Also hat sich die Familie entschieden, dass der 40-jährige Andy Jahnkow zu seiner Schwester nach Flecken Zechlin zieht. „Er soll das Zimmer unserer 17-jährigen Tochter erhalten, das im Erdgeschoss liegt“, sagt Sandra Schäffer. Die benötige dann ein neues Zimmer im Haus, zudem müssten die Türen im Haus für den Rollstuhl verbreitet werden. „Das können wir finanziell nicht alleine stemmen“, so Sandra Schäffer.

Also startete die Schwester von Andy Jahnkow einen Spendenaufruf. 9000 Euro sollen im besten Fall für den Ausbau zusammenkommen. Aktuell gab es bereits 94 Spendenbeiträge mit einer Summe von insgesamt 4195 Euro (Stand: 9. August, 16 Uhr). „Das ist wirklich toll, was schon zusammengekommen ist“, freut sich Sandra Schäffer.

Der behindertengerechte Umbau des Hauses soll möglichst bald begonnen werden. Mit der Pflegekasse habe man ebenfalls Kontakt aufgenommen, die aber nur einen Anteil der Umbaukosten, die deutlich über den 9000 Euro liegen, übernehmen würden, so Sandra Schäffer. Um zu sparen, würde ihr Mann zudem die Umbauarbeiten in Eigenleistung übernehmen.