Ein unbekannter Mann hat am Donnerstagabend versucht, den Verkäufer eines Spargel-Verkaufsstandes in Herzberg zu betrügen. Der Mann gab vor, Spargel kaufen zu wollen. Er bezahlte die Ware mit einem 200-Euro-Schein. Als der Verkäufer ihm das Wechselgeld zurückgab, kam es zur Diskussion über den Preis. Dann forderte der Käufer sein Geld zurück.

Aufmerksamer Verkäufer verhinderte Betrug

Der Verkäufer war aufmerksam: Er merkte, dass ihm der Unbekannte 100 Euro des Wechselgeldes noch nicht zurückgegeben hatte und behielt daher den 200-Euro-Schein des Mannes erst einmal. Erst, als er die 100 Euro bekommen hatte, gab er dem Unbekannten den Schein wieder. Die Polizei ermittelt nun wegen versuchten Betruges.
Der oder die Täter scheinen ihre Masche aber noch ein weiteres Mal in Herzberg versucht zu haben: Kurze Zeit später erschienen zwei Männer an einem Imbiss gegenüber dem Spargelstand. Sie bestellten Lebensmittel. Auch dort kam es wieder zu Diskussionen über den Preis, die Unbekannten forderten ihr Geld zurück. Der Verkäufer stellte am Ende fest, dass er 100 Euro seines Wechselgeldes, das er den Männer vorher gegeben hatte, nicht zurückbekommen hatte. Die Ermittlungen wegen Betruges laufen.

Vorher am Tag gab es einen Fall in Wusterhausen

Schon zuvor an diesem Donnerstag hat es einen ähnlichen Betrug in Ostprignitz-Ruppin gegeben: In Wusterhausen versuchte ein Betrüger sein Glück ebenfalls mit einem 200-Euro-Schein an einem Spargelstand. Der Täter hatte mit seiner Masche Erfolg: Nach der Rückforderung des Geldes fehlten der Verkäuferin 100 Euro in der Kasse.
Die Tatverdächtigen wurden in den beiden Herzberger Fällen als südländisch beschrieben, sollen gebrochen Deutsch gesprochen und einen silbernen Wagen gefahren haben. Die Männer hatten ein gepflegtes Aussehen, waren zirka 1,80 Meter groß und etwa 30 Jahre alt. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Ostprignitz-Ruppin unter 03391 3540 entgegen.
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