Polizei im Rathaus Rheinsberg
: Bürgermeister Schwochow im Visier zweier Männer

Im Rathaus Rheinsberg gab es einen Polizei-Einsatz. Zwei Männer sollen Bürgermeister Schwochow bedrängt haben. Was bisher bekannt ist.
Von
Christian Bark
Rheinsberg
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Die Sanierung des Rathauses und der Stadtverwaltung haben Frank-Rudi Schwochow viel Arbeitszeit abverlangt, wie er sagt.

Im Rathaus in Rheinsberg ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Zwei Männer sollen Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow bedrängt haben. Die Polizei wurde hinzugerufen.

Christian Bark
  • Polizei-Einsatz im Rheinsberger Rathaus: Zwei Männer bedrängten Bürgermeister Schwochow.
  • Männer filmten unerlaubt, verweigerten das Verlassen und das Löschen der Aufnahmen.
  • Gerichtsbeschluss nötig, um Mobiltelefon zu beschlagnahmen – Einsatz dauerte vier Stunden.
  • Rettungswagen gerufen: Herzprobleme bei einem Mann, aber keine ernste Diagnose.
  • Ermittlungen wegen Hausfriedensbruch und Verstoß gegen Kunsturhebergesetz eingeleitet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zum Rheinsberger Rathaus mussten am Dienstag (5. August 2025) Polizei und ein Rettungswagen ausrücken. Zwei Männer sollen dort unerlaubt Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) gefilmt und sich dann geweigert haben, das Verwaltungsgebäude zu verlassen.

Über den Vorfall informierte die Rheinsberger Stadtverwaltung auf ihrer Webseite sowie in sozialen Medien. Demnach sollen zwei Bürger der Stadt in der Nähe des Rathauses darauf gewartet haben, dass der Bürgermeister in den Diensträumen erscheint.

Männer wollten Rathaus Rheinsberg nicht verlassen

Die beiden Männer seien Schwochow gefolgt und hätten versucht, mit einer Kamera in dessen Büro einzudringen. Sie sollen den Bürgermeister dann mit lauten politischen Forderungen genötigt haben und seien trotz Aufforderung nicht bereit gewesen, die Filmaufnahmen zu löschen.

Frank-Rudi Schwochow ist seit 2018 Bürgermeister von Rheinsberg. In den ersten Jahren seiner Amtszeit hat er gar keinen Urlaub genommen. Es haben sich massig Überstunden angehäuft.

Frank-Rudi Schwochow ist seit 2018 Bürgermeister von Rheinsberg. Zwei Bürger sollen ihn unerlaubt gefilmt haben.

Christian Bark

„Da Mitarbeiter bedrängt worden sind, wurden Strafanzeigen gestellt“, heißt es von der Stadtverwaltung. Der Hauptstörer habe das Rathaus nicht verlassen und sein Mobiltelefon nicht abgeben wollen. „Er hat sich geweigert, das Filmmaterial zu löschen“, so die Mitteilung weiter.

Der Polizeieinsatz habe vier Stunden gedauert. Damit das Mobiltelefon beschlagnahmt werden konnte, habe eine gerichtliche Verfügung erlassen werden müssen. „Anschließend kam es noch zu einem Einsatz eines Rettungswagens“, steht in der Mitteilung der Stadt.

Eine Sprecherin der Polizeiinspektion Neuruppin bestätigte am frühen Dienstagabend den Polizeieinsatz. Demnach habe er sich zwischen 9 und 13 Uhr ereignet. Die beiden 75 und 24 Jahre alten Männer stammten aus Rheinsberg. Sie seien zu den Öffnungszeiten des Rathauses erschienen und sollen unerlaubt gefilmt haben.

Rettungswagen wurde zum Rathaus Rheinsberg gerufen

Politische Äußerungen haben die Beamten laut der Sprecherin nicht wahrgenommen. Vielmehr hätten sich die beiden Bürger vor die Bürotür gestellt und geweigert, das Rathaus zu verlassen. Weil einer der beiden Männer über Herzprobleme geklagt habe, sei ein Rettungswagen gerufen worden.

„Bei der ärztlichen Untersuchung wurde aber nichts Ernstes festgestellt“, sagt die Polizeisprecherin. Die Personalien der beiden Männer seien aufgenommen worden. Im Anschluss hätten diese wieder nach Hause gehen können. Gegen sie wird wegen Hausfriedensbruchs und wegen Verstoßes gegen das Kunsturhebergesetz ermittelt.

Die Stadtverwaltung ordnet dem Vorfall eine politische Motivation zu. „Es wird sehr bedauert, dass es zu solch einer Handlung gekommen ist, die im Zusammenhang mit der Bürgermeisterwahl steht“, heißt es. Am 28. September 2025 wird in Rheinsberg ein neuer Bürgermeister gewählt. Amtsinhaber Schwochow wird von drei Gegenkandidaten der Parteien CDU, Linke und SPD herausgefordert.