Polizeieinsatz
: Hausdurchsuchung bei Youtuber „Standart Skill“

Der Neuruppiner mit einer Millionenanhängerschaft spricht in einem Video von übler Nachrede.
Von
Siegmar Trenkler
Neuruppin
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Der Neuruppiner Youtuber "Standart Skill" hat 2,66 Millionen Abonnenten. Am vergangenen Donnerstag gab es eine Hausdurchsuchung von drei seiner Objekte, weil die Polizei dem Hinweis nachgegangen ist, er würde Drogen verkaufen. In einem Video auf seinem Zweitkanal "Stanni" thematisiert er den Vorfall und sieht Neid und üble Nachrede wegen seines Erfolgs als Ursache.

Youtube

Der Neuruppiner hingegen hat das Thema auf Instagram und auf seinem Youtube–Kanal thematisiert. Weil viele Gerüchte gestreut worden seien, wolle er seinen Fans seine Sicht der Dinge aufzeigen, sagt er darin. Demnach seien an dem Morgen drei verschiedene Objekte durchsucht worden: seine Privatwohnung, Geschäftsräume sowie der Ort, an dem er seine Videos aufnehme und an dem auch seine Autos stehen. Bei dem Einsatz sei unter anderem ein Laptop konfisziert worden, auf dem sich Daten für den Versand von Merchandising–Artikeln befunden haben. Laut G. hat die Polizei lediglich auf den Tipp einer einzelnen Person reagiert, die behauptet habe, er würde über seine Firma Drogen verkaufen. Er vermutet üble Nachrede als Motivation. Seit er sich vor einigen Jahren einen getunten Mercedes von den Einnahmen seines Youtube–Kanals gekauft habe, habe  er mehrfach Gerüchte in der Stadt über sich gehört, laut denen er mit Drogen handeln müsse. „Früher habe ich darüber gelacht. Seit Donnerstag finde ich das nicht mehr so lustig.“

Bei der Durchsuchung sei einer seiner Mitarbeiter fixiert worden und seitdem krank geschrieben. Es tue ihm besonders leid, erklärte G. in seinem Video, dass nun andere durch die üble Nachrede zu Schaden gekommen seien.

„Ich bin nicht vorbestraft, ich konsumiere keine Betäubungsmittel, ich konsumiere allgemein keine Drogen, keinen Alkohol, ich rauche nicht, ich mache gar nichts, außer den ganzen Tag zu zocken“, sagt der Youtuber. Künftig wolle er gegen Verleumdungen alle verfügbaren Rechtsmittel nutzen.