Polizeikontrolle in Rheinsberg
: Auf Flucht vor Polizei ‒ Autofahrer springt in See

In der Nähe von Rheinsberg hat eine Polizeikontrolle einen seltenen Verlauf genommen. In deren Verlauf nahmen die Beamten einen pitschnassen Autofahrer in Empfang.
Von
Roland Becker
Rheinsberg
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Der Polizei–Schriftzug auf einem Einsatzwagen.: ARCHIV - 22.11.2021, Bayern, Bad Neustadt An Der Saale: Der Polizei-Schriftzug auf einem Einsatzwagen. (zu dpa: «Seniorin verwechselt Gas und Bremse - 65 000 Euro Schaden») Foto: Daniel Vogl/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Auf der Flucht vor der Polizei wandte ein Mann aus Rheinsberg eine ungewöhnliche Methode an. Er sprang in einen See. Weshalb er kurz darauf wieder an Land kam. (Symbolfoto)

Daniel Vogl/dpa

Es sollte eine Routinekontrolle der Polizei werden, die plötzlich einen sehr unüblichen Verlauf nahm. Eigentlich wollten die Beamten am Sonnabend nur ein Fahrzeug kontrollieren, das zwischen Rheinsberg und Zechlinerhütte unterwegs war. Doch der Fahrer des Wagens hatte gleich mehrere Gründe, sich der Kontrolle zu entziehen.

Es war gegen 17.20 Uhr, als Polizisten dem Fahrer eines Mercedes kurz hinter Rheinsberg signalisierten, dass er anhalten solle. Doch der 44-jährige Mann dachte gar nicht daran, dieser Aufforderung nachzukommen. Stattdessen trat er nach Angaben der Polizei kräftig aufs Gaspedal und beschleunigte seinen Wagen.

Mann springt ins Wasser und bereut es

Auf der Flucht in Richtung Zechlinerhütte änderte der Mann jedoch urplötzlich seine Strategie und stoppte abrupt. Der Verfolgung durch die Polizei versuchte er sich zu entziehen, indem er zu einem nahe gelegenen See floh und dort ins Wasser sprang. Nach Polizeiangaben soll es sich dabei um den Schlabornsee gehandelt haben. Das unfreiwillige Bad nahm aber ebenfalls ein schnelles Ende.

Nach kurzer Zeit kam er freiwillig wieder aus dem Wasser und stellte sich der Polizei. „Vermutlich war ihm das Wasser zu kalt“, schätzt Polizeihauptkommissar Thomas Röper die Situation ein. Laut Röper handelt es sich bei dem Mercedes-Fahrer um einen Rheinsberger.

Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der 44-Jährige unter Einfluss von Drogen gefahren war. Zudem war er leicht alkoholisiert. Die Polizisten veranlassten deshalb eine Blutentnahme. Außerdem wird wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Darüber hinaus wird gegen den rasanten Fahrer wegen des Verdachts, sich mit der Polizei ein Straßenrennen geliefert zu haben, ermittelt. Der ihm gehörende Mercedes wurde vorläufig sichergestellt.

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