Pyramide: In Flecken Zechlin haben Biker etwas zu staunen

Beeindruckende Detailarbeit: Lothar Blache sägt die Teile der Pyramide aus. Seine Frau Regine Blache verpasst ihnen einen Farbanstrich.
Jügen RammeltAngefertigt worden ist die Pyramide von Regine und Lothar Blache aus Wittenberge. Das Rentnerehepaar, das sich als Hobby den Laubsägearbeiten verschrieben hat, stellt seit geraumer Zeit in dem Flecken Zechliner Hotel eine ganze Palette seiner Arbeiten aus (wir berichteten).
Die neueste Pyramide mit den Biker–Motiven könnte, wie Blaches meinen, die weltweit erste Kreation dieser Art sein. Allein das Flügelrad besteht aus 14 Lamellen, die Motorräder darstellen. Die Fenster, die den Blick ins Innere öffnen, bilden einen alten Sturzhelm mit Brille ab. Auf den acht Ebenen drehen sich, von einem Motor angetrieben, die unterschiedlichsten Typen von Motorrädern.
Angefertigt wurde die Pyramide in etwa 500 Arbeitsstunden. Die Materialkosten belaufen sich laut Lothar Blache, der per Hand und mit einer Bügelsäge die Figuren und Teile ausgesägt hat, auf rund 450 Euro. Der einstige Elektromonteur ist auch für die Elektrifizierung und den Zusammenbau der Pyramide zuständig.
Der Fertigung gingen umfangreiche Recherchen voraus. Bevor die Sägearbeiten beginnen konnten, galt es, die Motorradtypen auszuwählen und die Vorlagen zu zeichnen. Diesen Part übernimmt Regine Blache, die später auch den Motorrädern per Hand nach dem originalen Vorbild einen Farbanstrich verpasste.
Das Hotel lädt zweimal im Jahr zu einem Biker–Treffen ein. Am vergangenen Wochenende war es das sechste Treffen dieser Art. Mit 13 Motorrädern begaben sich die Biker am Sonnabend auf eine Tour, die in Richtung Elbe führte. Ausgedacht hatte sich die Route Karl–Heinz Brandenburg, Seniorchef des Hotels. Bad Wilsnack, Wittenberge, das Storchendorf Rühstädt, Lenzen, Arendsee und die Plattenburg lagen an der Strecke. Dass das regnerische Wetter den Start etwas verzögerte, störte die Biker–Gruppe, dessen ältester Teilnehmer 66 Lenze zählte, nicht sonderlich.