Rallye
: Bronze zur Premiere

Unter Wettbewerbsbedingungen eines international glänzend besetzten Rennens belegten Jakub Przygonski und Timo Gottschalk Platz drei. Sie starteten damit erfolgreich in den FIA Marathon-Rallye-Weltcup.
Von
Gerdes Media
Rheinsberg
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Düne genommen: Jakub Przygonski und Timo Gottschalk steuerten den Toyota Hilux durch schwere Passagen in Katar.

Toyota

Nach einer unsanften Landung hielt eine defekte Lenkung den Marathon-Weltcup-Sieger von 2018 und den „Dakar“-Champ von 2011 nur kurz auf. Die fällige Aufholjagd vom sechsten Platz im Gesamtklassement führte Przygonski/Gottschalk anschließend zurück in die Top Drei. Dabei folgten sie bei der Rallye Katar klar dem Ziel, sich beim ersten Einsatz mit dem Toyota Hilux an das ungewohnte Einsatzfahrzeug zu gewöhnen, die Abläufe im neuen Team Overdrive kennenzulernen. Eine äußerst knifflige Navigation – ohne die Möglichkeit, das Roadbook intensiv vorzubereiten –, dazu technisch äußerst anspruchsvolle Strecken über schnelle, steinige Passagen und durch Dünenfelder, bildeten die Herausforderungen bei der Rallye Katar.

„Erste Rallye der Saison, erste Rallye mit dem neuen Auto und erste Rallye mit einem neuen Team – sicher braucht es etwas Zeit, sich an alles zu gewöhnen“, schätzte der Rheinsberger Timo Gottschalk ein. „Ich denke aber, dass wir auf einem guten Weg sind und positive Schritte mit dem Auto gemacht haben. Wir hatten hier und da schon guten Speed, den Rest können wir sicher in den kommenden Rallyes aufholen. Hier in Katar war die Navigation extrem schwierig, wir hatten einige Reifenschäden – dabei einen guten Rhythmus zu finden, war nicht leicht. Aber wir sind soweit happy, haben Platz drei und gute Punkte mitgenommen. Jetzt freuen wir uns auf Abu Dhabi.“

Sein Fahrer sah es ähnlich: „Uns ging es darum, uns an das neue Auto zu gewöhnen. Trotz kleinerer Schwierigkeiten haben wir die Rallye genossen. Natürlich müssen wir noch mehr mit dem Auto arbeiten, um schneller zu sein. Das gesamte Team ist neu für uns, aber wir haben uns vom ersten Moment an hier wohl gefühlt. Mit Platz drei am Ende sind wir zufrieden“, sagte Jakub Przygonski.

Das Wettbewerbsdebüt von Jakub Przygonski und Timo Gottschalk im Toyota Hilux geriet sogleich zum echten Härtetest: Auf 1.219,75 Kilometern gegen die Uhr standen nicht nur steinige Passagen, Geröllabschnitte und Dünenquerungen auf der Agenda – auch die Navigation hatte es in sich. Die Roadbooks der Wertungsprüfungen wurden jeweils kurz vor dem Start ausgegeben – etwas, das Przygonski/Gottschalk bereits von der Rallye Dakar gewohnt sind. Allerdings waren die „Gebetsbücher“ bei der Rallye Katar nicht so präzise verfasst wie beim großen Bruder in Saudi-Arabien im Januar dieses Jahres. Zudem musste das polnisch-brandenburgische Duo technische Schwierigkeiten überwinden: Neben Reifenschäden streikte am zweiten Wettbewerbstag die Lenkung nach einer hinter einer Sprungkuppe. Eine langwierige Reparatur auf der Wertungsprüfung inklusive. mg

Die Spitzengruppenach Etappe VI

1. Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (Toyota)⇥11:48.55,0 Stunden2. Yazeed Al-Rahji/Michael Orr (Toyota)⇥13:10.36,03. Jakub Przygonski/Timo Gottschalk (Toyota)⇥13:50.19,0