Platz vier bei der Rallye Dakar bleibt fest in der Hand von Jakub „Kuba“ Przygonski und Timo Gottschalk. Auf der zehnten Etappe von Neom nach al-‘Ula sicherte sich das polnisch-brandenburgische Duo Tagesrang fünf. Obwohl von der Startreihenfolge nicht gerade begünstigt, machten sie im privat eingesetzten Toyota Hilux im Kampf um Platz vier rund fünf der am Vortag verlorenen 16 Minuten auf ihre ärgsten Verfolger gut. Ihr Polster beträgt bei der Mutter aller Wüstenrallyes nun etwa 31 Minuten. Der Tagessieg ging an Yazeed Al-Rajhi/Dirk von Zitzewitz (KSA/GER, Toyota), Stéphane Peterhansel/Edouard Boulanger (FRA/FRA, Mini) festigten ihre Führung im Gesamtklassement.

Pilot Przygonski spricht von technisch anspruchsvoller Etappe

Ein glücklicher Jakub Przygonski erklärte nach Etappe 10: „Die Prüfung war heute viel schneller als gestern, viel schöner zu fahren. Am Ende wurde es etwas technischer. Natürlich sind wir heute viel im Staub anderer Autos gefahren – das hat das Überholen erschwert. Wir sind aber zufrieden, wir sind wieder zurück in unserer üblichen Gruppe von Fahrern, und das ist gut für morgen. Das wird ein langer Tag!“

Navigator Timo Gottschalk aus Rheinsberg sieht (noch) präsente Schockmomente

Und sein Navigator, der Rheinsberger Timo Gottschalk gab zu Protokoll: „Eigentlich eine schöne Prüfung heute. Uns steckte wohl der Schock über die vielen Reifenschäden gestern noch in den Knochen – wir waren entsprechend vorsichtig unterwegs. Das war auch gut so, denn wir hatten heute keinen Reifenschaden. Wir haben viel Staub geschluckt von den Autos vor uns, Überholen war schwierig. Alles in allem können wir deshalb mit der Zeit zufrieden sein.“

Vorläufiger Gesamtstand nach Etappe 10 der Rallye Dakar:

1. Stéphane Peterhansel/Edouard Boulanger (Mini) 37:33.06 Stunden
2. Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (Toyota) 37:50.07
3. Carlos Sainz/Lucas Cruz (Mini) 38:36.50
4. Jakub Przygonski/Timo Gottschalk (Toyota) 39:51.49
5. Joan Roma/Alexandre Winocq (Prodrive) 40:23.28 Std.