Auf der vorletzten Prüfung zwischen Al-‘Ula und Yanbu, die angesichts schwieriger Dünenquerungen als Königsetappe galt, blieben sie ihrer stoisch-konstanten Linie treu und festigten so das ansprechende Zwischenresultat.

Noch 43 Minuten Vorsprung auf Roma

Vor dem abschließenden, kurzen Teilstück zurück nach Dschidda haben sie nun eine dreiviertel Stunde Vorsprung auf ihre ärgsten Verfolger. Bestzeit setzten auf der efldten Etappe einmal mehr Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel im Toyota.  Unangefochtene Gesamtführende bleiben dagegen Stéphane Peterhansel/Edouard Boulanger im Mini.
Der elfte Abschnitt der Rallye Dakar galt als Königsetappe – vor allem wegen eines 100 Kilometer langen Gebiets mit Dünenquerungen der zweiten und dritten Kategorie. Der Veranstalter, Amaury Sport Organisation, sah sich allerdings gezwungen, die Etappe um 63 Kilometer zu kürzen und eine weitere, 33 Kilometer lange, Transferzone einzurichten, um einen überfluteten Schott zu umfahren. Der Herzstück blieben am Donnerstag allerdings: Dünen, Dünen, Dünen.

Przygonski: „Es war nicht leicht, die Brocken im Sand zu erkennen.“

Jakub „Kuba“ Przygonski über die Königsetappe: „Eine harte Prüfung. Zu Beginn waren die Steine wieder sehr fordernd für die Reifen, in den Dünen war die Navigation recht schwierig. Zum Schluss haben sich Felsen und Dünen gemischt – und es war nicht leicht, die Brocken im Sand zu erkennen. Einen haben wir getroffen, sind abgehoben und seitlich gelandet. Am Ende hatten wir Glück, auf den Rädern geblieben zu sein.“
Timo Gottschalk schätzt die vorletzte Prüfung als „sehr abwechslungsreich und sehr schön“ ein. „Wir hatten zwei schleichende Plattfüße und habe es teilweise sehr ruhig angehen lassen, wollten aber auch nicht zuviel verlieren. Ich denke, so war es taktisch okay.“

Es fehlen noch 225 Kilometer bis ins Ziel

Das Fahrerfeld hat nun die schwerste und längste Etappe hinter sich. Am heutigen Freitag geht es lediglich über 225 Kilometer Prüfung. Der Rheinsberger: „Wir sind sehr, sehr zuversichtlich, unser Ziel zu erreichen: einen Platz unter den Top fünf der Gesamtwertung.“


Gesamtstand nach der elften Etappe:

1. Stéph. Peterhansel/Boulanger (Mini) 42:09.26
2. Nasser Al-Attiyah/Baumel (Toyota) 42:24.31
3. Carlos Sainz/Lucas Cruz (Mini) 43:13.40
4. Jakub Przygonski/Gottschalk (Toyota) 44:41.50
5. Joan Roma/Winocq (Prodrive) 45:25.20