Wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz haben Beamte der Polizeidirektion Nord mit Unterstützung der Direktion Besondere Dienste, des Landeskriminalamtes (LKA) und durch Diensthundeführer der Polizeidirektion Süd und der Polizei Berlin am Donnerstag im Auftrag der Staatsanwaltschaft ein Betriebsgelände in Neuruppin durchsucht. Die betroffene Firma befindet sich am Hugo-Eckener-Ring durchgeführt.
Bei der Razzia wurden leere Hülsen von Brandbomben sowie Waffenteile und Munition gefunden. Ebenfalls durchsucht wurden die Wohnräume eines 64-Jährigen in Neuruppin. Dort wurden jedoch keine verbotenen Gegenstände aufgefunden. Der 64-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Nach der Vernehmung durch Polizeibeamte wurde er wieder frei gelassen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

Waffen müssen unbrauchbar gemacht werden

Das Sammeln von Waffen- und Munitionsteilen ist nicht per se strafbar. Inwieweit es strafrechtlich relevant ist, hängt davon ab, ob die Waffen einsatzfähig sind beziehungsweise durch leichte Eingriffe einsatzfähig gemacht werden können. Sammler von Militaria-Devotionalien sind verpflichtet, Waffen und Munition unbrauchbar zu machen.
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