Rückzug: Ute Behnicke tritt nicht wieder zur Bürgermeisterwahl an

Will aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten: Fehrbellins Bürgermeisterin Ute Behnicke.
Markus KlugeDiese Entscheidung, die sie vor kurzem ihren Mitarbeitern in der Gemeindeverwaltung und den Gemeindevertretern mitgeteilt hat, sei ihr nicht leicht gefallen, da ihr sehr viel an ihrer Arbeit liegt. In den vergangenen Jahren war Behnicke krankheitsbedingt länger ausgefallen. „Bürgermeisterin kann man aber nur ganz oder gar nicht sein. Und ich bin immer 50 bis 60 Stunden pro Woche im Einsatz“, so Behnicke.
Nach der Ausbildung zur Finanzkauffrau in der Kreisverwaltung fing Ute Behnicke 1984 als Mitarbeiterin der Abteilung Finanzen der Fehrbelliner Stadtverwaltung an. 1992 wurde sie Kämmerin und im Jahr 2000 Amtsdirektorin. Nach der Gemeindegebietsreform stellte sich Behnicke 2003 erfolgreich der Bürgermeisterwahl. 2011 wurde sie zuletzt ohne Gegenkandidat mit 94,1 Prozent der gültigen Stimmen wieder gewählt. Ihre achtjährige Amtszeit endet im September. Nachdem sie nun fast 20 Jahre die Fehrbeliner Behörde geführt hat, ist Ute Behnicke auch die dienstälteste Hauptverwaltungsbeamte im Kreis. Für die Fehrbellin wünscht sie sich, dass sich für die Wahl geeignete Kandidaten finden.
„Ein neuer Bürgermeister wird es sehr schwer haben und ihr nicht das Wasser reichen können. Eine bessere Bürgermeisterin als Frau Behnicke hätten wir nicht haben können“, findet Fehrbellins Ortsvorsteher Jürgen Sternbeck (CDU). Er bedauere, dass sie nicht mehr antreten wird, kann ihre Entscheidung aber nachvollziehen.