Ruhestand
: Unternehmer Opitz verabschiedet sich

Unternehmer Martin Opitz erfüllt sich nach dem Abschied aus seiner Firma einen lang gehegten Wunsch
Von
Siegmar Trenkler
Neuruppin
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Volles Haus: In Treskow verabschiedete sich Martin Opitz von seinen langjährigen Mitarbeitern sowie von Geschäftskunden und Begleitern der vergangenen Jahrzehnte.

Siegmar Trenkler

1992 hatte er am Neuruppiner Standort Opitz Holzbau gegründet und in Treskow auch den Hauptsitz mehrerer Werke in Deutschland gestartet. Der erfolgreiche Expansionskurs wurde im Februar 2000 korrigiert, als ein Herzinfarkt ihn zwang kürzer zu treten. Die Pleite des Dresdener Baulöwen Jürgen Schneider einige Zeit später hatte auch Auswirkungen in Neuruppin, erinnerte sich der Unternehmer in seiner Rede. Doch selbst das sei überwunden worden. Weil er aber kinderlos geblieben ist, habe Opitz keine eigenen Nachfolger für seine Firma gehabt. Auch deshalb habe er Anfang 2018 seine Anteile an die Knauf–Gruppe verkauft.

„Wir sind ebenfalls ein Familienunternehmen und angetreten, um dauerhafte Arbeitsplätze zu sichern“, betonte Christoph Dorn, Geschäftsführer der Gruppe. Man habe die Opitzgruppe mit dem Ziel übernommen, das leistungsstarke Unternehmen noch weiter auszubauen. Dabei sei das Zusammenwirken der beiden Geschäftsfelder im  Holz– und Trockenbau naheliegend.

Hilfreich dabei dürften auch die mehr als 40 Patente sein, die Opitz im Laufe seines Unternehmertums angemeldet hat, wie er betonte. Auch künftig werde er Dorn mit Rat zur Seite stehen, versicherte der scheidende Gründer. Zuvor aber werde er sich eine Wunsch erfüllen: einmal auf einem Umzugswagen beim  Karneval in Köln mitzufahren. Das werde nun auf dem Wagen der Blauen Funken, einer 1870 gegründeten Traditionstruppe, geschehen, deren Fahrzeug den Umzug anführt. Sogar die Kamelle dafür habe er schon eingekauft: „Da freue ich mich richtig drauf.“