Schulumbau: Ausschuss wagt sich an Neuruppins größte Investition

Soll für 15 Millionen Euro umgebaut werden: Die Gentz-Schule in Neuruppin.
CKRS Architekten mbHDie Museumssanierung schlug mit 6,5 Millionen Euro zu Buche, das Alte Gymnasium etwa mit ebenso viel. Der Schulumbau sprengt also viele bekannte Dimensionen in der Stadt. Daher führt das Projekt schon seit Wochen zu Kritik. Davon gab es auch während der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses mehr als genug. Während aus Nietwerder und Wulkow die Befürchtung kam, dass der Radweg zwischen beiden Orten für die Schulsanierung gestrichen wird, sorgte sich der SPD-Abgeordnete Nico Ruhle um die Schulstandorte in Alt Ruppin und Gildenhall. Ihm ist außerdem die Förderquote für das Projekt zu gering: 5,9 Millionen Euro sollen fließen. Ruhle schlug vor, das gesamte Vorhaben „auf Null zu stellen“, um in der nächsten Legislaturperiode auf bessere Förderbedingungen zu vertrauen.
Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) versprach, dass der Radweg auf jeden Fall gebaut wird. Auch die Schulstandorte seien angesichts stabiler Schülerzahlen keineswegs in Gefahr. Baudezernent Arne Krohn stellte des Weiteren für die kommenden Jahre eher schlechte Förderbedingungen in Aussicht. Die Verwaltungsspitze sicherte zu, dass es im Fall des Schulumbaus besondere Transparenz und eine striktere Überwachung geben werde. Dass es bei den 15 Millionen Euro Baukosten bleibt, könne aber auch er nicht garantieren, so Golde.
Am Ende errang die Verwaltung einen Teilerfolg: Die Mehrheit des Hauptausschusses sprach sich für den Nachtragshaushalt aus, der die Finanzierung des Umbaus absichern soll. Das alles können jedoch die Stadtverordneten am 13. Mai vollkommen anders sehen. Dann fällt die Entscheidung in Sachen Gentzschule.