Baulich ist die neue Feuerwache schon fertig, sagt Rheinsbergs Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler). Wann die Brandbekämpfer sie beziehen können, ist aber noch unklar. Denn erst muss eine Zisterne für das Löschwasser gebaut werden.

Becken statt Tiefenbrunnen

Die ursprünglichen Pläne haben vorgesehen, dass das Wasser aus einem Tiefbrunnen gewonnen wird. Wie sich bei der Ansicht von Karten nun herausstellte, ist am Standort der neuen Wache aber frühestens ab einer Tiefe von 70 Metern Wasser zu finden. Weil der Aufwand dafür zu groß wäre, wird nun kein Brunnen gebaut. Stattdessen soll ein Sammelbecken im Boden versenkt werden. Die Zisterne soll laut Schwochow Mitte November eingesetzt werden. „Wir haben uns noch keine Gedanken über den Umzug gemacht. Wichtig ist, dass die Wache dieses Jahr fertig wird“, so Schwochow.

Frist läuft zum Jahresende aus

Die Stadt hat bis zum 31. Dezember 2020 Zeit, das Projekt abzuschließen. Die 1,3 Millionen Euro teure Wache wird mit 555.000 Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) des Landes gefördert. Eigentlich war das bereits Ende 2019 ausgelaufen. Also hätte der Neubau schon zu jenem Zeitpunkt fertig sein müssen. Durch Verzögerungen bei der Planung konnte die Stadt diese Frist nicht halten. Deshalb bat Rheinsberg um Fristverlängerung und bekam sie gewährt. Mit dem Bau der Zisterne sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.