Sperrung in Neuruppin: Steinstraße plötzlich dicht – so lange gibt es Behinderungen

Überraschung für Pendler in Neuruppin. Die Steinstraße Richtung Seedamm hat eine Baustellenampel und ist halbseitig gesperrt.
Burkhard KeeveWo kommt denn plötzlich die Ampel her? Das werden sich viele Pendler in Neuruppin gedacht haben. Doch da steckten sie schon fest, weil eine wichtige Zufahrtsstraße überraschend auf eine Spur verengt worden war und durch eine Ampel geregelt wurde.
So bildeten sich ab dem 5. August in der Steinstraße, auf Höhe des Seedamms, Warteschlangen. Mal in die eine Richtung, stadteinwärts und mal in die andere Richtung, stadtauswärts.
Steinstraße – so soll die Ampel geschaltet werden
Klar war den Autofahrern, dass die Sperrung der Landesstraße 167 mit der Großbaustelle zu tun haben muss. Hier wird aktuell nicht nur das Vitanas Senioren Centrum hochgezogen. Auch die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin baut dort in Nähe der Stadtmauer mehrere Häuser. Für die Tiefgarage musste der Grundwasserspiegel abgesenkt werden. Jetzt können die Pumpen wieder abgebaut werden, auch die Spundwände, die das Erdreich absicherten, verschwinden wieder.

Schuld für die Sperrung ist die Großbaustelle im Seetorviertel, wo die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin und Prima-Gruppe mehrere Objekte hochziehen.
Burkhard KeeveWeil dafür Platz benötigt wird, ist beim Verkehrsamt der Landkreises Ostprignitz-Ruppin die halbseitige Sperrung der Steinstraße beantragt und genehmigt worden. Die gute Nachricht: Die Baustellenampel soll nicht lange den Verkehr aufhalten. Auch soll sie so geschaltet werden, dass die Rushhour der Pendler nicht betroffen sein soll.
Will sagen: Die Baustellenampel wird erst ab 8 Uhr morgens ein- und um 16 Uhr wieder ausgeschaltet werden.
Folgendes teilt der Landkreis auf Anfrage mit: Angeordnet wurde die Aufstellung einer mobilen Baustellenampel in der Steinstraße mit halbseitiger Sperrung. Die Arbeiten sind außerhalb der Hauptverkehrszeiten auszuführen, also in der Zeit von 8 bis 16 Uhr. Finden keine Bautätigkeiten statt, ist die Baustelleneinrichtung auf ein Mindestmaß zurückzubauen.

Die Ampelregelung in der Steinstraße Neuruppin gilt nur tageweise, abends wird sie zurückgebaut und der Verkehr kann wieder zweispurig fließen.
Burkhard KeeveAn folgenden Tagen wird die halbseitige Sperrung angeordnet: 5. bis 7. August, sowie 14. bis 16. August.
Schlechte Nachricht: Es wird sich nicht daran gehalten. So wurde beobachtet, dass am 7. August auch nach 16 Uhr noch der Verkehr vor roten Ampeln warten musste. Außerdem war die halbseitige Sperrung auch noch am Donnerstag, 8. August, da – mit Ampel und Wartezeiten.
Auf Nachfrage heißt es, dass die Bauleute mehr Zeit benötigten. Daher sei die halbseitige Sperrung um einen Tag verlängert worden. Das gilt auch für die nächste Woche. Der Dienstag, 13. August, kommt von 8.30 bis 14.30 Uhr hinzu. Mittwoch bis Freitag bleibt es bei 8 bis 16 Uhr.
Apropos Steinstraße: Die Sperrung dieser viel befahrenen Zufahrt in die Stadt gab vielen Pendler ein Vorgefühl, was nächstes Jahr auf die zukommt. Denn dann wird die Straße über Monate komplett dichtgemacht, weil eine grundlegende Sanierung ansteht. So sehen jedenfalls die aktuellen Pläne dazu aus. Das bestätigt auf Nachfrage auch das Landesamt für Straßenwesen.
Doch die Neuruppiner sind skeptisch, schon zu oft wurde der Ausbau der Steinstraße angekündigt und dann doch verschoben. Geplanter Baubeginn jetzt: Mitte 2025.
Drei große Bauabschnitte in Neuruppin ab Mitte 2025
Die geplante Sanierung der Landesstraße L167 in Neuruppin wird laut Landesbetrieb Straßenwesen in drei Abschnitte geteilt.
Der erste Bauabschnitt reicht vom Seedamm, einschließlich der Kreuzung mit der Ernst-Toller-Straße / An der Seepromenade bis zur Einmündung der Steinstraße in die Karl-Marx-Straße.
Der zweite Bauabschnitt betrifft die Wittstocker Allee zwischen der Bundesstraße B 167 bis zum „Rosenkreisel“.
Der dritte Bauabschnitt reicht vom „Rosenkreisel“, einschließlich der Einmündungen „Kastaniensteig“, „Alt Ruppiner Allee“ und „Gartenstraße“ über die Straße des Friedens bis zum Bahnübergang, einschließlich der Einmündung „Güntherstraße“ und weiter über die Karl-Marx-Straße vom Bahnübergang bis zum Bauende etwa 20 Meter hinter der Einmündung Steinstraße.
Dafür wird der Verkehr umgeleitet, weil angesichts der gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der Bauleute eine Vollsperrung eingerichtet werden muss. Neben den umfangreichen Arbeiten zur Sanierung der Entwässerung, der Fahrbahn und der Erneuerung der Gehwege, sind nach Fertigstellung Bepflanzungen als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen geplant.

