Streik im ÖPNV: So ist der Busverkehr in Ostprignitz-Ruppin betroffen

Linienbusse stehen wegen eines Warnstreiks auf dem Betriebshof. Die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft ORP beteiligt sich an der Aktion. Massive Ausfälle werden erwartet. (Symbolbild)
Thomas Frey/dpaDer öffentliche Nahverkehr in Berlin und Brandenburg wird erneut bestreikt. Die Gewerkschaft ver.di hat für den 28. Februar 2024 sowie für den 1. März 2024 die Beschäftigten der kommunalen Verkehrsbetriebe zum Streik aufgerufen. Die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft (ORP) gehört zu den 130 betroffenen Unternehmen.
Am ersten Streik am 2. Februar hatten sich die ORP-Beschäftigten nicht beteiligt. Nun geht die Geschäftsführung davon aus, dass beim aktuellen Aufruf – mit dem den laufenden und bisher ergebnislosen Tarifverhandlungen für rund 90.000 Mitarbeitenden Nachdruck verliehen werden soll – auch die ORP bestreikt wird.
ORP: Unklar ist, wie viele Busfahrer sich beteiligen
Nach Angaben des Unternehmens von Montag, 26. Februar, soll demnach am Donnerstag, 29. Februar, „im gesamten Bediengebiet des Unternehmens ganztägig bestreikt werden. Auf allen Linien ist an diesem Tag mit massiven Fahrtausfällen zu rechnen“. Fahrgäste müssen sich darauf einstellen, Alternativen zu finden, um an ihr Ziel zu kommen. Das betrifft besonders die Schüler, die auf den Bus angewiesen sind.

Kommt ein Bus oder nicht? Laut Verdi wird am Donnerstag, 29. Februar, in Ostprignitz-Ruppin der ÖPNV bestreikt.
Burkhard KeeveWie die Geschäftsführung mitteilt, könne derzeit noch nicht abgeschätzt werden, wie viele Kolleginnen und Kollegen sich dem Streikaufruf anschließen werden. Es werde angestrebt, ein minimiertes Fahrtangebot auf vereinzelten Linien bereitzustellen.
Doch die Frage ist, wie die Fahrgäste am Streiktag überhaupt erfahren, ob ihr Bus fährt oder ausfällt. Denn die telefonische Erreichbarkeit des Unternehmens wird an diesem Tag voraussichtlich ebenso eingeschränkt sein, teilt das Verkehrsunternehmen mit.

Ob und wann Busse der ORP am Rheinsberger Tor am 29. Februar Fahrgäste aufnehmen, ist unklar. Es ist zum Streik aufgerufen worden.
Burkhard KeeveAuch in Brandenburg konnten Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV), der 14 Verkehrsunternehmen mit rund 3200 Mitarbeitenden vertritt, sich noch nicht einigen. „Das betrifft vor allem die Punkte Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und Flexibilisierung der Arbeitszeit“, sagt Verdi-Verhandlungsführer Jens Gröger.

